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Reaktionen: Der Abteilungsleiter eines Vereins aus dem KLV Bremerhaven schrieb bereits am 1. Juli 2003 an **********: Lieber Sportkamerad, dies ist vielleicht nicht der übliche Weg, aber zudem habe ich auch das Vertrauen verloren.
Anbei.....................................................der Werfertage Mai 2003. Da es im Kreisleichtathletikverband Cuxhaven sehr unterschiedliche Einstellungen zu diesen Werfertagen
gibt, ich aber nicht einsehen will, dass die Aktiven unter den Profilneurosen einiger Funktionäre leiden sollen, versuche ich es mal auf diesem Wege.
Entgegen aller falschen Behauptungen und Lügen sind diese Werfertage ordnungsgemäß angemeldet und auf einem durch den KLV Bremerhaven und den Bremer Leichtathletikverband abgenommenen Nebenplatz
unter regelgerechten Bedingungen durchgeführt worden. Die Aktiven und Kampfrichter, die an diesen Wettkampfterminen teilnahmen, sind allesamt alte Hasen in der
Leichtathletik, von daher kann ich die Ansichten und das Verhalten im Landkreis Cuxhaven nicht nachvoll- ziehen, aber das ist auch eine andere Geschichte. M.s.G. **************
Abteilungsleiter
E-Mail von Helmut Behrmann (Wettkampfwart Bezirk Lüneburg) an Björn Mußmann (Kopie u.a. an Klaus Michalski) Hallo Björn, die Sache, um die es geht, ist mehrfach ärgerlich. 1. Allem Anschein nach versucht jemand, unangemeldete und nicht genehmigte "Wettkämpfe" in die Besten-
listen zu bringen. 2. Euer "offener" Brief lässt mehr Fragen als Antworden offen. Er ist völlig unkonkret und hat somit eher den
Charakter eines anonymen Briefes. Nennt Ross und Reiter, nur dann kann das Nötige unternommen werden. Da das Problem nicht neu ist, kann ich mir allerdings einges denken, stelle aber erst einmal die folgenden Fragen:
Um welche "Veranstaltungen" an welchen Terminen handelt es sich? Sind die "Veranstaltungen" angemeldet, wenn ja bei wem?
Sind die "Veranstaltungen" genehmigt, wenn ja von wem mit welcher Veranstaltungsnummer? Gibt es Ergebnislisten? Wenn ja, ist den Ergebnislisten eine Veranstaltungsbericht angefügt?
Wenn ja, wer hat den unterschrieben? Wenn jemand als Verbandsaufsicht unterschieben hat, von wem wurde er mit dieser Aufgabe beauftragt (das kann nur die genehmigende Stelle sein!)? Wer hat die Ergebnislisten bekommen?
Da die "Veranstaltungen" vermutlich weder angemeldet noch genehmigt sind, sollte der Kreis, in dessen Zu- ständigkeitsbereich sie stattfanden, den Statistikern im Kreis, Bezirk und Land mitteilen, dass die Ergebnisse
nicht bestenlistenfähig sind. Da vermutlich ein Verein aus dem Kreis Cuxhaven auf dem Gebiet des Bremer LA-Verbandes diese
zweifelhaften "Veranstaltungen" durchgeführt hat, müssen hier Kreis Cuxhaven und Bremer LA-Verband zum Handeln aufgefordert werden. Sie wären hierzu mit konkreten Angaben zum Handeln aufzufordern. Das
wäre der richtige Weg, was da ein "offener Brief" soll ist mir unklar - es sei denn, NLV-Kreis Cuxhaven und BLV hätten trotz Aufforderung nichts unternommen.
Im Übrigen ist es den Werfern als Privatpersonen nicht zu verwehren, an irgend einem Platz Diskuswurf zu üben. Der Verein macht sich allerdings strafbar, wenn er auf solchem Platz offizielle Trainingszeiten des
Vereins ansetzt. Denn dass der Ort, wo dies geschieht, nicht den Anforderungen der gültigen Wettkampf- bestimmungen entspricht, wird durch die mitgelieferten Fotos klar, ist aber bereits seit längerem bekannt.
Denn das Problem ist nicht neu, im Herbst 2002 wurde ich vom damaligen Kreisvorsitzenden Harald Graw in diese Problematik eingeweiht und habe ihm damals die folgende Stellung- nahme zugestellt, zu der nichts hinzuzufügen ist:
"Zu euren Problemen hätte ich folgendes zu sagen: Haltet euch einfach an die Regeln, sie sind eindeutig! Jede Veranstaltung ist schriflich auf den dafür vorgesehenen Formularen anzumelden, das muss bis in die
unterste Ebene gelten! Spielraum gibt es dabei nur für die Anmeldefrist. Nach LAO §7 Absatz 7 gelten 6 Wochen Frist für höher
als landesoffen. Der LV regelt die Frist selbst, der NLV hat sich der 6-Wochen-Frist angeschlossen, die wir auch im Bezirk erwarten. Für den Kreis sind kürzere Fristen, z.B. zwei Wochen, denkbar, aber nicht empfehlenswert.
Absatz 8.2 sagt eindeutig, dass bei Verlegungen neue Genehmigungsanträge zu stellen sind. Verlegung be- deutet entweder zeitliche oder örtliche Verlegung. Wenn wie bei euch ein Verein aus eurem Kreis in einen
anderen Kreis verlegt, dann ist nach meinem Verständnis ein doppelter Antrag und eine doppelte Genehmig- ung erforderlich. Denn ob ein Wettkampfort den Bestimmungen entspricht muss der Kreis sagen, in dessen
Gebiet die Anlage liegt. Und es muss eindeutig eine Verbandsaufsicht benannt sein, die im Veranstaltungs- bericht die ordnungsgemäße Durchführung der Veranstaltung bestätigt. Als Kreis solltet ihr darauf bestehen,
von jeder Veranstaltung im Kreisgebiet eine Ergebnisliste mit Veranstaltungsbericht zu erhalten. Adresse kann der Vorsitzende, der Wettkampfwart oder der Statistiker sein. Wenn es der Statistiker ist, musss er
vom Wettkampfwart über die genehmigten Veranstaltungen informiert sein. Besteht darauf, dass zeitgleich mit der Anmeldung ein Ausschreibungsentwurf vorzulegen ist. Sie ist gegeben-
enfalls vom Wettkampfwart des Kreises zu korrigieren (ist die Veranstaltungsnummer angegeben ?, wird auf die Einhaltung der neuesten Bestimmungen hingewiesen ? ...) und kann erst dann herausgegeben werden,
wenn die Genehmigung erteilt wurde. Im übrigen kann eine Veranstaltung, die ein Verein des Kreises Cuxhaven im Bremer Verbandsgebiet durch-
führen will, niemals nur kreisoffen sein. Sie ist dann zumindest bezirksoffen und für angrenzende Kreise (diese Formulierung würde Bremerhaven mit einschließen) auszuschreiben. In eurem konkreten Fall würde
ich eine Befürwortung beider Kreise erwarten. Veranstaltungsgebühren legt der Kreis nur für seine Veranstaltungen (Meisterschaften) fest, ansonsten haben
sich die Veranstalter an die festgelegten Höchstsätze zu halten. Einladungssportfeste sind normalerweise startgeldfrei." Mit freundlichen Grüßen Helmut Behrmann, Wettkampfwart NLV-Bezirk Lüneburg (10. Juli 2003)
Eintrag im Forum
auf der Home-Page des NLV www.nlv-la.de
(Von Jürgen Rudert) Ich tue mich etwas schwer, den Durchblick zu bekommen, doch es wird schon, denke ich. Zu aller erst habe
ich den Beitrag von Mußmann gelesen und mich hat dabei erstaunt, das es endlich mal jemanden gibt, der Courage hat und gegen eigene Mitglieder (?) vorgeht und Regelverstöße anprangert.
Mich kennt man in ähnlicher Form. Diese Art der Anprangerung, wenn sie ohne verbale "Ausstöße" hier stattfindet, ist in Ordnung und ich erwarte, das auch andere, in der Verantwortung stehende, es schaffen,
über ihren Schatten zu springen. Björn, ich stütze Deine Einstellung. Eines kann ich jedoch nicht nachvoll- ziehen. Du berichtest, das einige Leistungen in den Bestenlisten aufgetaucht wären (wenn ich das richtig ver-
standen hatte?). Wenn das so ist, dann müßte es ja eine Kumpanei bei demjenigen geben, der die Ergeb- nisse einarbeitet, bzw. offiziell weitermeldet ( z.B. DLV- Statistiker). Da Du aber geschrieben hattest, das
keinerlei Anmeldungen der Veranstaltung vorgelegen hatte, dann scheint auf dieser Seite der Regeln es auch Verstöße gegeben zu haben, denn anders können diese Ergebnisse doch gar nicht in Bestenlisten kommen ?
Somit hast Du offenbar in ein Wespennest gestochen ? Was kommt da noch nach ? Grüße, Jürgen Rudert, Burgdorf, SG´95 Burgdorf e.V. Sportwart
E-Mail von Kurt Riep (TV Hude) an Klaus Michalski vom 19. Juli 2003
Stellungnahme zu dem offenen Brief des TV Langen vom 9. Juli
Als aktiver Teilnehmer an den Werfertagen des GTV Bremerhaven sehe ich mich veranlasst, zu den bös- willigen und unqualifizierten Äußerungen Stellung zu nehmen.
Ich möchte mich hier ausdrücklich bei dem GTV Bremerhaven für diese Startmöglichkeiten bedanken, da es für uns Senioren nur sehr wenige Wettkämpfe in der näheren Umgebung gibt.
Was bezweckt man mit diesem Angriff eigentlich? Sollte man die ohnehin immer geringer werdende Zahl von aktiven Leichtathleten nicht eher fördern, als ihnen Knüppel zwischen die Beine zu werfen! Da opfert ein
Sportbegeisterter Freizeit und Kosten, um in Eigenarbeit eine solch einmalige Anlage zu schaffen, und was erntet er, nur Missgunst. Das Gelände ist zwar nicht mit einem teuren Stadion zu vergleichen, doch die
Diskusanlagen sind vorbildlich und vorschriftsmäßig. Auf manchen Nebenplätzen, sogar bei Deutschen Meisterschaften, mussten wir auf Schlackenplätzen und alten Diskusplatten werfen.
Entschieden wehre ich mich gegen die Anmaßung, wir Senioren würden uns nur für unsere eigenen Leist- ungen interessieren. Nach jahrzehntelanger Trainertätigkeit im Jugendbereich und Kampfrichtereinsätzen
sollte man uns nicht mit solchen polemischen Äußerungen kommen. Übrigens habe ich nicht per Telefon, sondern durch schriftliche Einladung von den Wettkämpfen erfahren.
Die Werfertage wurden regelgerecht durchgeführt, so wie ich es aus jahrelanger Wettkampfpraxis gewohnt bin, also mit Schutzkäfig, Wurfsektor und Kampfgericht. Dass man endlich auch einmal auf einer windbe-
günstigten Anlage werfen kann, ist nur begrüßenswert, zumal viele gute Leistungen in den Bestenlisten auch auf ebensolchen “Segelwiesen“ erzielt wurden.
Ich habe den Eindruck, dass es hier nicht so sehr um Sachverhalte geht, sondern ganz persönliche Ressen- timents eine Rolle spielen. Kurt Riep, Glatzer Str. 24, 27798 Hude (TV Hude)
E-Mail von Rita und Wolfgang Schwieger (TV Langen) an Klaus Michalski vom 20. Juli 2003
Stellungnahme zum “Offenen Brief” des TV Langen vom 9. Juli Durch einen Sportkameraden bin ich auf die Homepage des Sportkameraden Klaus Michalski und den
“Offenen Brief” des Björn Mussmann vom TV Langen hingewiesen worden. Ich kann meine Empörung über den Inhalt dieses “Offenen Briefes”, der absolut polemisch ist und vor Unwahrheiten nur so strotzt, gar nicht in Worte fassen.
Zu meiner Person: Ich bin im Besitz einer gültigen Kampfrichterlizenz und beaufsichtige - selbstverständlich nach den Regeln der IWB - u.a. auch die Werfertage im Fischereihafen. Dazu, der Verfasser des “Offenen
Briefes” war auf keinem der Werfertage im Fischereihafen anwesend und ich frage mich, woher er seine Informationen über angebliche Regelverstöße und Unregelmäßigkeiten hat. Auch die Fotos nach “klassisch-
em Bildzeitungsniveau” werden der Realität in keinster Weise gerecht und zeugen davon, dass hier mit voller Absicht tendenziös fotografiert wurde.
Was die Arroganz des Björn Mussmann aber besonders unterstreicht, ist die Bemerkung, dass es sich um eine “Gruppe von Sportlern, die trotz Jahrzehnte alter Leistungszenitüberschreitung mit der Bedachtheit auf
den eigenen Sport und eigenen Leistungen und der fehlenden Bereitschaft, sich für den Nachwuchs zu enga- gieren”, handelt. Ich möchte dazu sagen, dass “Jugend” kein besonderes Privileg, sondern lediglich ein
gewisser Lebensabschnitt ist und Björn Mussmann der “Senior” von morgen sein wird, der sicherlich dann auch mit Respekt und Fairness behandelt werden möchte. Auch hätte er sich die Mühe machen sollen, sich
die Namen der Sportler in den Ergebnislisten genau anzusehen, denn gerade diese Sportler waren bzw. sind seit “Jahrzehnten” qualifizierte Trainer im Jugendbereich. Rita Schwieger / Kampfrichterin und Sportlerin des TV Langen
Stellungnahme zu dem “Offenen Brief” des TV Langen
An den Werfertagen, die vom GTV Bremerhaven beantragt und vom KLV Bremerhaven genehmigt wurden und auf einer abgenommenen Anlage stattfanden, habe ich teilgenommen. Diese Werfertage wurden durch
Verteilen von schriftlichen Einladungen auf anderen Sportfesten bekannt gemacht, so wie es auch andere Vereine handhaben. Zu dem Thema “Nur eine kleine Gruppe”
Folgende Vereine nahmen teil: TV Langen, TSV Wehdel, LG WEM/TV Loxstedt, LG WEM/TSV Bramel, LG WEM/TV Spaden, Rot–Weiß Cuxhaven, TuS Huchting, TV Hude, Delmenhorster TV, LG Falling-
bosstel und TSV Bremervörde. Die Anzahl der Sportler liegt zwischen 13 und 20, nachzuweisen durch Ergebnislisten. Von diesen Sportlern sind ca. 80% noch als Trainer für die Jugend tätig, so dass es eine Unverschämtheit
von diesem Björn Mussmann ist, zu behaupten, diese Sportler engagieren sich nicht für den Nachwuchs. Zu den zahlreichen Werfertagen
4 Werfertage gab es im gesamten Kreis Cuxhaven, davon nur 3 mit Kugel, Diskus, Speer und einer beim TSV Wehdel zusätzlich auch mit Hammer. Ein wahrhaftig mageres Angebot! Diese Veranstaltungen waren
alle gut besucht, nämlich auch von den Sportlern, die im Fischereihafen werfen. Nachzuweisen durch Melde- und Ergebnislisten. Die Verantwortlichen für die Wurfanlage Bremerhaven-Fischereihafen achten sehr
darauf, dass die Veranstaltungen nicht mit anderen Sportereignissen kollidieren. Die Bilder haben keine Aussagekraft, denn diese Einstellungswinkel hat man wohl lange extra provozierend
gesucht. Außerdem habe ich mit Bildern vom TV Langen - Abteilung Leichathletik - so meine Erfahrungen. Aus einem Foto anlässlich einer Kreismeisterschaft in Nordholz wurde ich herausgeschnitten, durch einen
anderen Sportler ersetzt und dieses Foto kam in die offizielle Vereinszeitschrift des TV Langen, auch meine drei Kreismeistertitel wurden nicht erwähnt.
Der Schreiber dieses “Offenen Briefes” sollte das Wort “fair” lieber nicht gebrauchen, er kann nur Unwahr- heiten verbreiten, denn er war nie bei einem Wettkampf im Fischereihafen zugegen. Wolfgang Schwieger / Sportler des TV Langen
E-Mail von Björn Mußmann (u.a. an Klaus Michalski) vom 20. Juli 2003 Hallo Wolfgang und Rita Schwieger,
dass Sie beide nicht die Meinung des "offenen Briefs" teilen und dagegen diskutieren ist sicherlich Ihr gutes
Recht. Wessen Ansicht richtig oder falsch ist, ist ein anderes Thema, über das die entsprechenden Verbände zu entscheiden haben.
Regel 183.2 IWB besagt, dass das Schutzgitter so entworfen, hergestellt und gewartet werden müsse, dass es einem 2-kg-Diskus mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25m/s [Anmerkung: 90 km/h] stoppen kann. Die
Einrichtung soll die Gefahr des Zurückprallens des Gerätes gegen den Athleten oder über die Oberkante des Netzes hinaus verhindern. [...]
Nimmt man allein diese Regel als einziges Beispiel, zeigt sich hier schon der Regelverstoß der Anlage, denn ein Bauzaun als Skelett eines Wurfkäfigs kann in seiner starren Konstruktion weder das Zurückprallen des
Diskus in Richtung Athleten verhindern, als durch seine geringe Höhe (es reicht aus der Kreismitte ein Ab- wurfwinkel von rund 5 Grad, um das Gitter zu übertreffen) die Umstehenden ausreichend zu schützen. Dies
nur ein Beispiel für die offensichtlichste nicht vorhandene Regelgerechtigkeit. Wogegen ich mich aber entschieden wehre, ist die Unterstellung der Arroganz und der Unfairness, da ich
nicht als Einzelperson hinter dem "offenen Brief" stehe, sondern die Leichtathletikabteilung des TV Langen,
deren Presse- und Medienverantwortlicher ich seit April dieses Jahres bin. Übrigens erkennbar am "i.A." vor meiner Unterschrift. Es ist also absolut falsch, die Kritik an meinem konkreten Namen festzumachen.
Mit sportlichem Gruß, Björn Mußmann
E-Mail von Carsten Decker (TV Langen) an Klaus Michalski vom 20. Juli 2003 Scheinbar wurde hier ein empfindliches Thema getroffen, denn sonst wären die Reaktionen der Beteiligten
nicht so entschlossen. Zuerst einmal muß gesagt werden, dass der Björn Mußmann der Pressewart des TV Langen ist und nicht eine Einzelperson, die sich allein um das Thema bemüht. Björn ist im übrigen ein sehr
umsichtiger Sportsfreund, dem es sehr daran gelegen ist, dass die Leichtathletik in der Öffentlichkeit richtig gewürdigt wird. Das die positive Würdigung der LA bei dieser außergewöhnlichen Wurfanlage in Frage ge-
stellt wird, ist jedem klar, der ein ernsthaftes Interesse an einer modernen und fairen Leichtathletik hat. Das Björn Mußmann als Schreiber sofort angegriffen wird und dabei die unhaltbaren Äußerungen der Familie
Schwieger empfangen musste war nicht anders zu erwarten. Das kennen wir und andere Sportler zu genüge. Sofort wird durch die oberflächigen Aussagen die Unsicherheit klar.
Die Bilder, so wie sie gezeigt werden, entsprechen der Tatsache und sind auf jeden Fall ernst zu nehmen. Allein schon die Aussage, dass die Anlage extra schlecht fotografiert wurde, ist ja wohl ein Witz. Eine nor-
male Wurfanlage kann man gar nicht schlecht darstellen, da es sich hier nicht um ein Kunstobjekt handelt, sondern um ein Sportgerät nach Vorschriften und DIN. Aber allein diese Aussage zeigt ja schon die Un-
sicherheit. Mann hat schon hier Angst, falsch dargestellt zu werden, obwohl es sich nur um Fotos handelt. Ich habe kürzlich selbst die Anlage aufgesucht, da sie in meinen Dienstbereich fällt und deswegen kann ich
die Fotos nur bestätigen. Ich hatte einen Kollegen bei mir, der als neutrale Person anzusehen ist und mit der Leichtathletik nichts zu tun hat. Also mal weg von Regeln oder sonstigen Argumenten ein ganz normaler
Mensch, dem aber fast die Augen ausgefallen sind. Seine Aussage: Hier wird doch wohl nur trainiert, oder? Unglaublich, was es heutzutage noch alles gibt!
Er war ebenfalls der Meinung, dass man so etwas niemandem verkaufen kann und das es der Leichtathletik nur schädigen kann. Dieser Meinung ist aber nicht nur Björn Mußmann sondern mittlerweile und auch schon
vorher, viele anerkannte Sportler und Funktionäre hier im Kreis. Die Sicherheit mit den Schutzgittern ist ein Witz, denn genau die von Björn Mußmann beschriebene Regel trifft nun mal zu und lässt sich nicht weg-
diskutieren. Es besteht die Gefahr, dass das Gerät zurückprallt. Viele Funktionäre und Athleten distanzieren sich von der Wurfanlage und der Gruppe von Senioren, um die
es hier hauptsächlich geht. Ein Sportkamerad aus Wehdel wurde deswegen ja schon zutiefst beleidigt in einer Art und Weise, die in die Gosse gehört. Ich habe hoffentlich noch eine lange LA-Zeit vor mir und
hoffe, dass das nur eine kurze Erscheinung bleibt und nicht von anderen jungen Leuten weitergetragen wird. Denn genau wie Rita sagte, die Jugend ist keine Dauererscheinung und auch wir werden noch hoffentlich in
das Alter kommen. Es kann passieren, dass die Leichtathletik durch solche Erscheinungen so geschädigt wird, dass wir langsam ins Abseits gedrängt werden und keine Chance mehr gegen andere Sportarten haben
werden, die mit der Zeit gehen und innovativ arbeiten. Wenn ich dann das Alter erreicht habe, ist die LA evtl. schon am Boden, da es keinen Nachwuchs mehr
gibt. Na Hauptsache, die Werfer im Fischereihafen haben jetzt noch ihren Spaß. Ich möchte außerdem mal wissen, wo das Ehepaar Schwieger ernsthaft etwas für die Jugend entwickelt hat. Formulare ausfüllen kann
eigentlich fast jeder, ich meine eigentlich die Basisarbeit, um junge Leute zu gewinnen und nach vorn zu bringen. Ich denke, ein neuer Verein, der das alles im Fischereihafen mitträgt, wäre für Schwiegers und Co.
doch das Beste. Vielleicht ja auch einen neuen Club gründen, wäre doch auch eine Idee! Carsten Decker
E-Mail von Jonny Seifert (Bremen) an Klaus Michalski vom 20. Juli 2003 Seniorenwerfertage im Fischereihafen Mit Befremden las ich den sogenannten „offenen Brief“ des TV Langen zu Seniorenwerfertagen im Bremer-
havener Fischereihafen. Ich selbst habe an mehreren Wettkämpfen dort teilgenommen und möchte gerne einiges aus der Sicht eines Seniorenwerfers klarstellen.:
1. Auf der Wurfanlage im Fischereihafen befinden sich mehrer Wurfringe. Sie alle entsprechen in ihren Ab- messungen genau den internationalen Wettkampfbestimmungen und befinden sich in einem hervorragenden Zustand.
2. Die Schutzgitter erfüllen voll und ganz ihre Bestimmung. die Teilnehmer zu schützen.( Bei den Teilnehmern handelt es sich zum größten Teil um erfahrene Seniorenwerfer, die seit Jahrzehnten an nationalen und inter-
nationalen Meisterschaften teilnehmen) 3. Bei den Wettkämpfen dort sind die Wurfsektoren nach den gültigen Bestimmungen markiert.
4. Es gibt keine Wettkampfbestimmung, die besagt, dass ein Wurfsektor nur in eine Richtung ausgelegt werden muß 5. Jeder Wettkampf besteht, auch im Fischereihafen, aus 6 Versuchen ( 3 Vorkampfversuche und drei End-
kampfversuche) 6. Alle Wettkampfversuche werden vom Kampfrichter, und selbstverständlich, wie überall, auch von den anderen aktiven Teilnehmern !! auf ordnungsgemäße Durchführung, überwacht
7. Eine Gerätekontrolle findet dort genauso wenig statt wie bei 98% aller Wettkämpfe im In- und Ausland. Sporttechnisch gibt es deshalb nach meiner Ansicht nichts zu beanstanden. Es sei denn, man erwartet im
Umfeld der Wurfanlagen gepflegte Grünanlagen und ein stadionähnliches Ambiente. Beim Lesen des Schreibens des TV Langen drängt sich mir allerdings der Verdacht auf, dass es hier weniger
um das Anprangern von sportlichem Fehlverhalten als vielmehr um ein Begleichen von „alten Rechnungen“ oder ähnlichem geht.
Ich selbst bin seit vielen Jahrzehnten mit der Leichtathletik eng verbunden. Heute noch als aktiver Sportler, früher auch als Übungsleiter und als langjähriger verantwortlicher Funktionsträger im Landesverband. Unter
anderem dort auch als Kampfrichter- und Wettkampfwart. Ich weiß also wovon ich rede. Wenn nun jemand versucht, auch mir, wenn auch indirekt, unfaires sportliches Verhalten vorzuwerfen, kann
ich das nicht unbeantwortet im Raum stehen lassen. Zumal wenn man weiß, dass ich auch schon bei großen Meisterschaften Kampfrichterfehlentscheidungen, auch zu meinen Ungunsten, korrigieren ließ.
Sollte hier nun vielleicht nur jemand die o.a. Seniorenwerfertage als Vorwand nutzen, um persönliche Differ- enzen unter dem Mantel von „Liebe zur Leichtathletik“ begleichen zu können, so ist das meiner Meinung
nach bestimmt nicht der Weg, den wir Leichtathleten der ersten Stunde mitgehen werden. Jonny Seifert, Bremen
E-Mail von Carsten Decker (TV Langen) an Klaus Michalski vom 20. Juli 2003 (erst am 21. Juli abgerufen) Ich finde es sehr schön, dass sich auch ein Senior aus Bremen zu dem Thema geäußert hat, denn letztendlich
ist es auch der Bremer Landesverband, der hier endgültig entscheiden muß, da die Anlage auf Bremer Ge- biet liegt. In einem Punkt hat er mit seiner Aussage Recht und zwar ist es korrekt, dass die Wurfringe
100%ig in Ordnung sind. Aber der Zustand der Anlage und damit meine ich das Gelände ( völlig uneben und bewachsen) und natürlich das Schutznetz sind nicht in Ordnung.
1. Die Ringe sind alle auf einer erhöhten Sockelposition mit einem abschüssigen Gelände 2. Die Schutzgitter sind auf keinen Fall sicher, denn Bauzäune lassen die Disken zurückprallen und sind
keinesfalls hoch genug. Zusätzlich muß der Auswurfwinkel vom Ring genau dem verlaufen Sektor ent- sprechen und damit ist ein halbmond Schutzgitter nicht ausreichend.
Zur Sicherheit ist im übrigen zu sagen, dass es in keiner Regel steht, dass erfahrene Senioren von den Richt- linien ausgeschlossen sind. Denn genau hier habe ich schon häufig genug den lockeren Umgang mit Wurf-
geräten beobachtet. Es ist ja allgemein bekannt, dass einige Senioren wenig Zeit für ihren Wurfwettkampf haben und alles schnell durchziehen können. Hier schleichen sich immer wieder Fehler ein. Erst in diesem
Jahr musste ich beobachten, wie der Sportkamerad Egon Schomburg in Wehdel von einem Wurfgerät ge- troffen wurde und das Wurfgitter dort ist um einiges besser. Wir haben es selbst beim Kugelstoßen erst
letztens wieder erlebt, wie Umsichtig die erfahrenen Senioren sind. Athleten schocken sich beim Kugel- stoßen einer nach dem anderen aus dem Ring ein und ein umsichtiger Senior, weil er wohl keine Zeit hatte,
schockt sich genau 2 m daneben ein und trifft fast einen Athleten am Kopf. Da erklärt man jungen Menschen die Regeln und einige ältere Hochleistungssportler machen alles kaputt.
Immer wieder kriege ich feuchte Augen, wenn ich einige ältere Sportkameraden beim Speerwerfen beob- achte und selbst dabei bin. Einige wollen den Speer schon fast aus der Luft selbst auffangen und andere
rennen einfach in den Sektor um den Speer zu holen. Es gibt auch welche, die immer noch ihre Reaktionen testen wollen und lange auf den Speer aus der Luft warten, um dann im letzten Moment noch mal ganz ge-
schickt mit einem Schritt zu Seite auszuweichen. Das zum Thema erfahrene Senioren. Ich stehe lieber zu meinen Fehlern, denn davon ist niemand frei. Es gab schon oft genug Situationen, wo man
sich an die eigene Nase fassen musste aber auch zum Glück ordentliche Schutzgitter oder dergl. Einricht- ungen vorfand, die Schlimmeres verhinderten. Natürlich wird es jetzt wieder Spezis geben, die immer
aufpassen und nie solch eine Situation erlebt haben. Das sind ja auch die, die vom gesamten Wettkampf- geschehen wenig mitbekommen und nur sich selbst sehen.
Ich hoffe, dass der Bremer Leichtathletik Verband eine schlüssige und nachvollziehbare Entscheidung trifft. Im übrigen hoffe ich nur, dass sich nicht noch mehr Leute vor den Karren spannen lassen, die behaupten, es
gehe hier nur um persönliche Auseinandersetzungen einiger Funktonäre. Ich hoffe auf eine neutrale und zeit- gemäße Entscheidung und nicht auf eine Entscheidung die aus schönen alten Zeiten heraus begründet wird,
denn dann machen wir alle einen Schritt zurück und dazu ist die nachfolgende Generation incht bereit. Wir schätzen alle Senioren, die sich weiterhin für die LA einsetzen ( ich gehöre übrigens auch dazu) und nach
vorne schauen. Ich will damit sagen, dass es 98% unserer Senioren sind, die noch voll am Ball sind und all die guten Meetings mit möglich machen. Ich erinnere nur an Zeven, Verden, Langen, Werder usw. Carsten Decker
E-Mail von Björn Mußmann an Klaus Michalski vom 21. Juli 2003
Hallo Klaus, hier eine Mail, die ich am 19.07.03, 19:47 Uhr erhalten habe. Da sich der Verfasser nicht in aller Öffentlich- keit geäußert habe, habe ich aus dieser Diskretion den Namen und die persönlichen Angaben entfernt.
Dennoch gehört der Inhalt durchaus in die Chronologie der Reaktionen auf unseren "offenen Brief". Gruß Björn !
----------------------------------------------------------------------------------------------------------- Hallo Björn,
ich möchte auf diesem Wege auf deine Ausführungen eingehen, weil es sein könnte, dass sich "altgediente" Senioren "auf den Schlips getreten fühlen", wenn ich in aller Öffentlichkeit meine Erfahrungen kundtue.
Wie du vielleicht weißt, bin ich seit 1981 als **** in **** tätig und zudem nach wie vor **** der ****. Zwischenzeitlich war ich auch für ein paar Jahre **** des **** und zurzeit **** des **** e.V.
Soviel zur Vorrede, jetzt zu einem Erlebnis, dass ich im September 1981 hatte. In der Nordsee-Zeitung hatte ich gelesen, dass am Sonntag Vormittag auf dem Spülfeld im Bremerhavener Fischereihafen ein
Werferwettkampf stattfinden sollte. Also habe ich mich als LA-Interessierter relativ ahnungslos auf den Weg gemacht, um mir den Wettkampf anzusehen. Nach langem Suchen habe ich zwischen hohen Schilf die Zu-
wegung zum Werferfeld gefunden. Der damalige Organisator Klaus Albers (GTV Bremerhaven) zog, ohne dass er mich überhaupt kannte, sofort ein Formular aus der Tasche, dass sich als Genehmigung dieser Ver- anstaltung entpuppte.
Wie du auch geschrieben hast, gab es dort kein vernünftiges Schutzgitter, aber Wurfringe in vier Ecken, so- dass man den Wind entsprechend nutzen konnte. Es waren aber dort nur wenige Teilnehmer am Start, z.B.
Egon Schomburg und sein Sohn. Ich habe mir den Wettkampf aber nicht mehr angesehen, weil mir das Ganze sehr komisch vorkam. Es grüßt dich ******* E-Mail von Jan-Boyke Seemann (u.a. an Klaus Michalski) vom 21. Juli 2003 Hallo zusammen,
da auch ich an diesen Werfertagen einmal teilgenommen habe (um genau zu sein im Jahre 1992) kann ich nur bestätigen, was der TV Langen in seinem Kommentar veröffentlicht hat. Wir hatten weder eine Sektoren-
begrenzung, noch Kampfgericht noch sonst irgend etwas. Ich habe beim Diskuswerfen im gleichen Wett- kampf mit dem B-Jugend und dem A-Jugend Diskus geworfen.
Beim Kugelstoßen gab es keine Kampfrichter (wir haben die Weiten selbst gemessen) und auch ansonsten keinerlei Regularien die man so kennt…
Ich bin vielleicht in der Region, besonders im Wurfbereich, nicht gänzlich unbekannt und habe bewiesen, dass ich Weiten und Ergebnisse unter regulären Bedingungen erzielt habe. Dementsprechend freue ich mich
über die Aussagen des TV Langen, denn nur so, mit der Bereitschaft zur Kritik, kann man die LA ins nächste Jahrzehnt retten. Wenn die Youngster vorgemacht bekommen, wie man es nicht machen soll, hat es
keinen Sinn. Wenn mein Sohn sich für diesen wunderbaren Sport entschließen sollte, möchte ich sicherlich nicht eine immer schlimmer werdende Schummel- und Bescheißsituation vorfinden. Über die Situation vor
Ort braucht man ja nun wirklich kein Wort zu verlieren. Völlig egal, ob man im Winkel von 3, 5 oder 7 Grad über den Käfig werfen kann. DAS ist KEIN ordentlicher, sicherer Ring, auf dem man einen Wettkampf ab- halten darf!
Was auch immer in der Vergangenheit mit der Familie Schwieger passiert sein soll oder ist, kann ich nicht beurteilen. Weil ich die beiden aber kenne, bin ich schlicht überrascht (um es mal vorsichtig zu formulieren)
dass sie einen jungen Athleten wie Björn, der sich nun wirklich für den Sport engagiert ohne selbst den „ganz großen Erfolg“ zu haben, persönlich angreifen. So wie die Jugend kein Privileg ist, sollten sich die
Schwiegers darüber im Klaren sein, dass das Alter ebenso kein Privileg darstellt… Jan-Boyke Seemann |
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