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Zevener Zeitung vom 5. Juni 2001 Zehn neue Pfingstsportfestrekorde in Zeven
20. Nationales Pfingstsportfest ein Leichtathletik-Highlight - Ahlgrim-Ehrenpreis geht an den Speerwerfer Frank Mark aus Rostock Zeven
(nb). Fast 700 Leichtathleten aus 114 Vereinen aus Nord, Ost- und Westdeutschland waren zum 20. Nationalen Pfingstsportfest der LAV nach Zeven gekommen. Mit über 1000 Starts bot sich für die anwesenden Zuschauern ein beein- druckendes Bild, mit spannenden Auseinandersetzungen auf allen Anlagen. Für den fachkundigen Zuschauer fehlten die großen Namen der deutschen Leichtathletik, ihnen wird aber nicht verborgen geblieben sein, dass sich eine Vielzahl erst- klassiger Athleten und Athletinnen erneut in der Stadt am Walde trafen und welches Potential an talentierten Nachwuchs- kräften vorhanden ist.
Spannende Hürdenläufe Pünktlich um 11 Uhr fiel der erste Startschuss zu den Zeitläufen der weiblichen Jugend B über 100 Meter Hürden. Judith Dietze (SC
Potsdam) sorgte mit ihrem Sieg in 14,66 Sekunden gleich für den richtigen Auftakt. Mit Ramona Michalski (LG Olympia Dortmund) und Kathrin Lehmann (LC Cottbus) blieben noch zwei weitere Athletinnen unter der 15-Sekunden- Grenze.
Bei der männlichen Jugend B setzten Jan Biermann.(Hamburger SV) und Thomas Goller (SC Neubrandenburg) die Licht- punkte mit ihren Zeiten von 14,93 und 14,98 Sekunden. Als Lars-Birger Hense vom Barmer TV Wuppertal den Hürdenwald
in 13,97 Sekunden durchlief, zeigten sich auch die Trainer am Rande beeindruckt. In seinem Schatten lief Hannes Colberg (SC Neubrandenburg) mit 14,20 Sekunden eine viel umjubelte Bestzeit. Eine neue Bestmarke setzte bei den Frauen
Annette Thimm von der LG Weserbergland mit 13,61 Sekunden. Mit dieser Zeit setzte sie sich deutlich von ihrer Konkurrenz ab und scheint für die Deutschen Meisterschaften gut gerüstet zu sein. Den mit Spannung erwarteten
Hürdenlauf der Männer gewann nicht der favorisierte Charlottenburger Filip Bickel. In einem spannendem Finish musste er sich den beiden Potsdamern Jens Buchholz und Andre Streese, die die 14-Sekunden-Grenze knapp verfehlten,
geschlagen geben. Für die Deutschen Meisterschaften in Stuttgart haben sich alle eine bessere Zeit vorge- nommen, waren aber mit ihren an der Kanalstraße erzielten Zeiten äußerst zufrieden. Schnelle Sprints Bei
den Sprints über 100 Meter setzten besonders die beiden aus Ghana stammenden Brüder Seidu Duah (männliche Jugend B) und Abu Duah (Männer) mit 11,00 und 10,37 Sekunden die Highlights. Während Abu Duah den Pfingstsport-
fest-Rekord von Tatsuo Sugimoto (LAC Halensee Berlin) von 10,46 Sekunden erheblich verbesserte, verhinderte der Gegenwind für seinen jüngeren Bruder Seidu eine neue Bestmarke. Dem explosiven Antritt des Ghanesen konnte der
Zevener Timm Müller nicht folgen, er stellte aber mit seinem 2. Platz seine augenblickliche Stärke deutlich unter Beweis. Die Klasse der Sprints bei den Männern unterstrichen zehn Zeiten unter 11 Sekunden. Auch der A-Endlauf der
männlichen Jugend A hatte mit Sascha Öhm (SC Potsdam), Ricardo Hecht (Schweriner SC) und Jacob Skrzypzyk (TSV Bayer 04 Leverkusen) seine 10-Sekunden-Sprinter. In den weiblichen Wettkampfklassen setzten sich Juliane Wächter
(Schweriner SC), Wiebke Bogdan (Leverkusen) und besonders Sandra Kasten (LG Braun- schweig), die 11,79 Sekunden erzielte, Glanzlichter des Pfingstsportfestes. Schnelle 200-m-Läufe Einen weiteren Höhepunkt bot
sich den Zuschauern bei den 200-m-Läufen. In der Männerklasse warteten alle gespannt auf einen neuen Rekord von Abu Duah. Mit 21,29 Sekunden verpasste der für den BTS Bremen-Neustadt startende Afriakaner die neue Bestmarke nur um
2/100 Sekunden. Mit Sven Puschmann (LG Wipperfürth) und Manuel Milde (SC Charlotten- burg) gab es eine der spannendsten Auseinanderset
zungen des Zevener Meetings. Bei den Frauen war es erneut die Braunschweigerin Sandra Kasten, die in einem ähnlich starken Rennen mit 24,19 Sekun- den ihre
Mitstreiterinnen in einem Fotofinish besiegte. Timm Müller in Bestform In Bestform auch über 400 Meter zeigte sich wieder einmal Timm Müller. Bei jedem Rennen verbessert er im Moment seine Bestzeit, so auch beim
Zevener Pfingstsportfest, wo er trotz der keineswegs optimalen Bedingungen erstmals unter 50 Sekunden blieb. Hinter Sebastian Mlynkiewicz von der LG Alsternord Hamburg (49,18 Sek.) wurde Timm in 49,70 Sekun- den Zweiter, sehr zur
Freude seiner vielen Zevener Fans und Vereinskameraden, die ihn lautstark anfeuerten. Technische Wettbewerbe Auch in diesem Jahr gab es neue Pfingstsportfest-Rekorde zu feiern. Allen voran wieder einmal Nadine
Beckel vom Schweriner SC, die mit 16,95 Meter im Kugelstoßen souverän Platz eins belegte und mit 53,23 Meter auch das Diskus- werfen für sich entschied. Optimistisch kann sie aufgrund dieser Leistungen nach Stuttgart reisen. Bei
der männlichen Jugend A gewann Sven Bergmann (SV Georgsheil) mit hervorragenden 48,41 Metern vor Marcel March (46,78 Meter) vom SC Magdeburg. Eine Demonstration für den Hammerwurf, eine Disziplin, die auf Sportfesten
selten angeboten wird, bot Julian Oppermann vom VfL Wolfsburg mit seinen erzielten 51,57 Metern, mit denen er die Qualifikation für die Deutsche Jugendmeister- schaften in Braunschweig erreichte.
Ehrenpreis von Willi Ahlgrim Ein Raunen ging durch das Stadion als Mark Frank vom 1. LAV Rostock den Speer bei den Männern 3-mal über 70 Meter weit warf. Mit einer Weite von 70,92 Meter gewann er den Wettbewerb souverän.
Für seine Leistung wurde der sympath- ische Sportler neben der Urkunde und einer Prämie auch mit dem Sonderpreis der Firma Ahlgrim ausgezeichnet. Erfreut nahm Mark, der 3. der U-23-Europameisterschaften mit 77,92 Metern, die
wunderschöne Glastrophäe "Der Weg zur Spitze" aus den Händen von Willi Ahlgrim entgegen. Läufer trotzen dem Regen Die 400-m-Läufe der Männer und Frauen fielen buchstäblich ins Wasser. Trotz denkbar
schlechter Bedingungen bestanden die Sportler aber auf ihren Start über die Mittelstrecke. Vor nur noch wenig Zuschauern boten die 1500-m-Läuferinnen und Läufer ausgezeichnete Leistungen und erzielten persönliche Bestzeiten, so zum
Beispiel bei der männlichen A-Jugend Malte Abraham vom DSC Oldenburg. Sein Vereinskamerad Holger Hoven machte es ihm in der Männerklasse nach und siegte mit einer Zeit von 4:08,61 Minuten. Veranstaltung voller Erfolg
Durchgeregnet und kalt geworden, waren sich Sportler, Kampfrichter und Zuschauer einig, dass die Verantwortlichen der LAV wieder einmal ein großes Sportfest überzeugend geplant und durchgeführt haben. Der
VeranstaItungsleiter Hans-Hermann Neblung, der zum 20. Mal alle Fäden in der Hand hatte, dankte am Ende der Veranstaltung den vielen fachkundigen Helfern. Allen voran Sigrid Mundt, die viele Stunden von der Annahme der Meldungen
bis zur Ausgabe der Urkunden unermüdlich im Einsatz war und mit ihrem Team im Wettkampfbüro für eine zügige Abwicklung sorgte. Erfreut zeigte sich Hans-Hermann Neblung besonders über die große Unterstützung aus den Reihen der
Eltern der Leichtathletik-Schüler- und Schülerinnen, die ein großes Kontingent des Kampfrichter- und Helferstabes stellten. Das rege Zuschauerinteresse war von Seiten des Organisationsteams ein weiteres Indiz dafür, dass sich die
Leichtathletik in Zeven einen besonderen Stellenwert erarbeitet hat. In diesem Jahr konnten unter den Besuchern Vertreter aus fast allen politischen Parteien begrüßt werden. Neue Pfingstsportfest-Rekorde : Männer, 100 Meter: Abu Duah, BTS Bremen-Neustadt, 10,37 Sek.
Hochsprung: Bela Crämer, TV Langen, 2,10 Meter (eingestellt) Frauen, Kugel: Nadine Beckel, Schweriner SC, 16,95 Meter Diskus:
Nadine Beckel, Schweriner SC, 53,23 Meter Männliche Jugend A, 100 Meter: Sascha Öhm, SC Potsdam, 10,72 Sekunden Kugel: Andreas Weingartz, TSV Bayer 04 Leverkusen, 16,63 Meter
Weibliche Jugend A, Weitsprung: Melanie Peterson, TSV Wittenberg, 5,83 Meter (eingestellt) Männliche Jugend B, 100 Meter: Jakob Skrzypczyk, TSV Bayer 04 Leverkusen, 10,94 Sekunden, 400 Meter:
Sebastian Mlynkiewicz, LG Alsternord Hamburg, 49,18 Sekunden Weibliche Jugend B, 200 Meter: Juliane Wächter, Schweriner SC, 24,73 Sekunden 400 Meter: Roswitha Nickel, Berliner LG Ost 57,59 Sekunden
Diskus: Kristine Gramkow, Schweriner SC, 43,74 Meter
Zu den Ergebnislisten
des Pfingstsportfestes in Zeven
Und noch ein Bericht :
20. Nationales Pfingstsportfest in Zeven Jubiläumsveranstaltung mit zehn neuen Rekorden –
B-Jugendlicher Timm Müller läuft unter 50 Sekunden Presse-Info von Joachim Hickisch
Rotenburg/Zeven. Fast typisches Pfingstsportwetter bei der Jubiläumsveranstaltung in Zeven, - kleine Regenschauer, Windböen und wenig Sonnenschein. Da aber der große Regen im Vergleich zu Scheeßel erst am späten
Abend einsetzte, präsentierten sich die rund 700 Aktiven aus 114 Vereinen zum Saisonauftakt mit wirklichen Top-Leistungen. Die Veranstal- ter verzeichneten allein zehn neue Pfingstsportfestrekorde und dazu eine Spitzenleistung des
B-Jugendlichen Timm Müller. Dem fachkundigen Publikum ist es sicherlich nicht entgangen, dass seit einigen Jahren kaum noch ein DLV-Athlet der absoluten Spitzenklasse zu den Pfingstsportfesten nach Zeven und Scheeßel anreist.
Aber ohne zahlungskräftige Sponsoren in der Hinterhand ist es heute kaum mehr möglich, den zum Teil horrenden Forderungen nach Antrittsprämien dieser
Aktiven gerecht zu werden. Dies wirkt sich aber keineswegs abträglich auf die Leistungen bei den Pfingstsportfesten aus – gerade der deutsche Leichtathletiknachwuchs zeigte einmal mehr, welches Potential in ihm steckt und
dokumentierte dies nach- drücklich mit neuen Bestleistungen. Hans-Hermann Neblung und Sigrid Mundt, seit zwanzig Jahren Initiatoren und ‚Macher‘ in Zeven, freuten sich so auch sichtlich, den Aktiven für ihre Leistungen
entsprechende Prämien überreichen zu können. Hier die neuen Rekorde: Über die 100 Meter unterboten allein zehn Sprinter die 11-Sekundengrenze. Absoluter Star dabei
Abu Duah. Der ghanesische Olympiateilnehmer, für BTS Bremen startend, stellte mit 10,37 Sekunden bei nasser Bahn einen phantastischen neuen Pfingstrekord auf. Bei der Jugend A gewann Sascha Öhm aus Potsdam die Sprintstrecke in
10,72 Sekunden. Andreas Weingartz aus Leverkusen schleuderte die Kugel auf 16,63 Meter. Stark auch Bela Crämer vom TV Langen, übersprang er doch mit persönlicher Bestleistung in 2,10 m die Hochsprunglatte und stellte die
bisherige Bestleistung ein, genauso wie Melanie Peterson aus Wittenberg bei den A-Jugendlichen mit 5,83 Meter im Weitsprung. Eine Spitzenleistung auf DLV-Ebene gelang auch Nadine Beckel bei den Frauen mit 16,95 m im Kugelstoßen.
Im Diskus- wurf erreichte die Schwerinerin dann 53,23 m. Starke Leistungen boten aber vor allem die B-Jugendlichen. So lief Juliane Wächter, ebenfalls Schwerin, die 200 m in 24,73 Sekunden, die 17-j. Roswitha
Nickel von der LG Ost Berlin die 400 m in sehr guten 57,59 Sekunden. Ebenfalls aus Schwerin kommt die neue Rekordlerin im Diskuswurf der weiblichen Jugend B, sie warf 43,74 Meter. Unter 11 Sekunden für die 100 Meter blieb bei den B-Jugendlichen auch Jakob Skrzpczyk, Bayer Leverkusen, mit 10,94 Sekunden. Absolutes
Highlight aus Sicht der Zuschauer dann aber die 400 Meterläufe der Jugend B. Hier unterbot der 17-jährige Timm Müller aus Zeven im packenden Duell mit Sebastian Mlynkiewicz, (Alsternord Hamburg, 49,18 Sekunden) mit
49,70 Sekunden erstmals die 50 Sekundengrenze. In der Geschichte der Kreisleichtathleten erreichten lediglich Hans-H. Miesner (TV Scheeßel) und Mark Kölzow (TV Sottrum/LAV Zeven) als B-Jugendliche annähernd ähnliche
Spitzenleistungen. Für eine feine Überraschung sorgte aber auch ein Aktiver aus dem Südkreis. Der 18-jährige Markus Pluntke, TuS Rotenburg, in den letzten Jahren kaum in Erscheinung getreten, unterbot über die 110 Meter-Hürden
in 15,28 Sekunden deutlich die Qualifikationsnorm für die Deutschen A-Jugendmeisterschaften.
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Rotenburger Kreiszeitung vom 5. Juni 2001 Trotz Dauerregens: Vier neue Pfingstsportfest-Rekorde Zum 30. Mal: Nationales Meeting in Scheeßel - Wettkampfprogramm komplett durchgezogen Scheeßel
(jed). Welch ein Jammer: Nicht Zeiten, Weiten und Rekorde waren beim 30. Nationalen Pfingstsportfest in Scheeßel das vorherrschende Thema, sondern das Wetter. Schon in der Nacht hatten kräftige Regenschauer den frühzeitig angereisten Aktiven und Betreuern in der Zeltstadt den Spaß gründlich verdorben. Was dann aber am Wettkampftag folgen sollte, war eine Katastrophe. Die Vorläufe im Hürdensprint wurden noch bei halbwegs passablen äußeren Bedingungen durchgeführt; dann aber öffnete Petrus die Himmelsschleusen. Der heftige Wind peitschte den Regen durch das Stadion Waidmannsruh. Das Quecksilber sank unter zehn Grad. Die Leichtathleten waren im Nu pitschnass und zitterten vor Kälte. Und trotzdem: Das Wettkampfprogramm wurde - mit reduzierten Teilnehmerfeldern - bis zum Schluss durchgezogen.
Ausfallen musste lediglich der Stabhochsprung: Für die Artisten unter den Leichtathleten wäre es zu gefährlich gewesen, sich in die Lüfte zu schwingen. Besonders unangenehm waren die Bedingungen auch für die Hochspringer. Für
den Wettbewerb der Männer hatten sich gerade noch zwei Teilnehmer eingefunden. Das Reglement schreibt zwar vor, dass mindestens drei Starter pro Disziplin antreten müssen, doch Meetingchef Gert Flöge ließ an diesem Regentag Regel
Regel sein. "Wenn Ihr springen wollt, dann wird auch gesprungen", bestimmte er und handelte damit im Sinne der Sportler. Auch der Abbruch des Sportfestes, wie von einigen Stimmen gefordert, wäre für Gert Flöge nie in
Frage gekommen. "Am Abend stehen doch noch die 800-Meterläufe auf dem Programm. Die Teilnehmer reisen dafür extra an. Da können wir doch nicht einfach die Stadiontore dicht machen", erklärte Flöge. Kälte und Regen
sorgten dafür, dass die Leistungen insgesamt hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Allerdings gab es auch Highlights: Der ehemalige Halter des Deutschen Rekordes im Hürdensprint, Mike Fenner (TV Wattenscheid), siegte in für
ihn bescheidenen 13,83 Sekunden. Beachtlich hingegen die Zeit des Zweitplatzierten, des Zehnkämpfers Stefan Drews. Mit 13,92 Sekunden lief Drews erstmalig ein Zeit unter 14 Sekunden. Der für das Bremer Leichtathletik Team
startende Ghanaer Abu Duah war der herausragende 100-Meterläufer der Veranstaltung. 10,48 Sekunden unter diesen Bedingungen sind allemal beachtlich. Am späten Nachmittag fanden die Läufe über 400 Meter Hürden statt. Und auch
hier rafften sich vor allem die Nachwuchs- athleten noch einmal auf und schafften erstaunliche Resultate. Henning Hackelbusch (TV Wattenscheid/ 52,23 Sekunden) und Hannes Colberg (SC Neubrandenburg/ 52,88 Sekunden) sind mit ihren
Zeiten bei den Deutschen Meisterschaften ganz sicher Kandidaten für den Endlauf. Gleiches gilt auch für zwei junge Läuferinnen aus Ostdeutschland, die über 400 Meter Hürden der weiblichen Jugend B die ersten beiden Plätze belegten:
Janna Tilgner (LAV Rostock), die mit 61,82 Sekunden einen neuen Pfingstsportfestrekord aufstellte, und Antje Barthel (Bauzener LV/ 62,68 Sekunden). Im Weitsprung der weiblichen Jugend B legte Karolin Smeets (LG Olympia Dortmund)
mit 5,90 Metern ebenfalls eine beachtliche Weite vor. Pfingstsportfest-Rekorde stellten auf: Mirjam Burchard (Phönix Lübeck) mit 54,12 Metern im Diskuswurf der Frauen, Andreas Weingartz (Bayer Leverkusen) mit 16,69 Metern im
Kugelstoßen der männlichen Jugend A und Seidu Duah (Bremer LT) mit 10,89 Sekunden im 100 Meterlauf der männlichen Jugend B. Alles andere als Rekordverdächtig war in diesem Jahr die Teilnehmerzahl. Zwar hatten die Veranstalter -
wie in den Vorjahren auch - mit rund 1000 Startern gerechnet, letztendlich waren es aber nur 785. Einen Strich durch die Rechnung machten insbesondere die heimischen Leichtathletik-Vereine. Sonst mit starken Gruppen von 20
Sportlern und mehr beim Pfingstsportfest in Scheeßel vertreten, verirrten sich diesmal ganze sieben Aktive aus allen Vereinen des Kreises Rotenburg in den Beeke-Ort. Ein deutlichen Anzeichen dafür, dass es um die
Leichtathletik im Rotenburger Raum nicht mehr allzu gut bestellt ist. Zur Ergebnisliste
des Pfingstsportfestes in Scheeßel
Rotenburger Kreiszeitung vom 5. Juni 2001
Kirsten Bolm: Wieder liegt die Norm bei 12,95 Sekunden Pünktlich war sie zurück aus Frankreich. Pünktlich zum Beginn des 30. Nationalen Pfingstsportfestes in Scheeßel:
Allerdings: Das Trikot ihres neuen Vereins LT Deutsche Sporthochschule Köln ließ sie im Gepäck. Kirsten Bolm mischte sich lediglich unter die Zuschauer. Die 26-jährige Scheeßelerin, die im vergangenen Jahr so unglücklich das
Olympia-Ticket verpasst hatte, möchte in diesem Jahr die "WM-Quali" schaffen. Und wieder hat der Deutsche Leichtathletik-Verband die Norm extrem hoch geschraubt. In 12,95 Sekunden muss die amtierende Deutsche Meisterin
die 100-Meter Hürden laufen. "Ich werde mich nicht noch einmal so unter Druck setzen lassen wie im vergangenen Jahr. Das hat mich richtig runtergerissen", sagt die Studentin, die vor einigen Tagen aus den USA
zurückgekehrt ist und sich nun auf die Wettkämpfe in Deutschland vorbereitet. Die Europacup- ausscheidung in Kassel und die DM sind feste Termine im Wettkampfkalender von Kirsten Bolm. Für ihre Starts erhofft sie sich in erster
Linie gutes Wetter. Besser als in Scheeßel soll es sein, und auch besser als in Dijon in Frankreich. Heftiger Gegenwind von vier Metern pro Sekunde verhinderte im Endlauf zwar eine bessere Zeit als die 13,50 Sekunden (Vorlauf 13,30
Sekunden), nicht aber den Sieg. Damit ist Kirsten Bolm für die Studentenweltmeisterschaft (Universiade) in Peking qualifiziert.(jed)
Rotenburger Kreiszeitung vom 5. Juni 2001 Fenner kam, sah und fluchte Hürdensprint / Ex-Rekordler von Hagelschauer ausgebremst Eigentlich hatte er Scheeßel gar nicht auf seinem Programm,
und tatsächlich war der Beeke-Ort in diesem Jahr für Mike Fenner keine Reise wert. Der Hürdensprinter von internationaler Klasse war kurzfristig zum Pfingstsportfest ins Stadion Waidmannsruh gekommen, um seine Form zu testen. Sechs
Jahre nach seinem legendären Rekordlauf, Fenner stellte 1995 in Scheeßel mit 13,06 Sekunden eine neue deutsche Bestzeit auf, war er wieder mit von der Partie. "Nach dem Endlauf über 110-Meter Hürden, den Fenner in 13,83
Sekunden gewann, fluchte der gebürtige Berliner: "Ich hätte mir lieber in der Halle ein Paar Hürden aufstellen und trainieren sollen!" Grund für Fenners Ärger: Das miserable Wetter. "Als wir in den Startblöcken
gesessen haben, hat es plötzlich gehagelt. Wie soll man dabei eine gute Leistung bringen." Schon am Tag zuvor war Mike Fenner der große Pechvogel gewesen. Beim Meeting in Jena war er im Vorlauf in die erste Hürde getreten
und musste seinen Lauf abbrechen. Trotz der beiden Missgeschicke zum Saisonbeginn hofft Fenner auf ein erfolgreiches Jahr. Der 30-Jährige: "Ich möchte mich für die Weltmeisterschaft qualifizieren und dort das Finale erreichen.
Das wäre ein Traum." (jed)
Rotenburger Kreiszeitung vom 5. Juni 2001 Seit 30 Jahren die Macher des Meetings
Pfingstsportfest in Scheeßel / Dr. Carsten Müller-Scheeßel, Heide und Gert Flöge Scheeßel
(bjm). Das Telefon klingelt, Hektik im Wettkampfbüro: Ein 100-Meter-Läufer steht nicht auf der richtigen Liste, eine Weitspringerin hat die falsche Startnummer und in drei Minuten geht der Wettkampf los. Für viele ist die Unruhe hinter den Kulissen des Scheeßeler Pfingstsportfestes das reinste Nervengezerre, für Gert und Heide Flöge reine Routine. Zusammen mit Dr. Carsten Müller-Scheeßel organisieren sie die Mammutveranstaltung in Scheeßel schon seit über 30 Jahren.
Am Anfang stand die Idee eines Jugendsportfestes, das sich schnell großer Beliebtheit erfreute. Damals hatten die Veran- stalter noch ganz andere Sorgen als heute. "Regen war eine einzige Katastrophe", erinnert sich
Müller-Scheeßel. In den 70er Jahren war das Rund im Stadion Waidmannsruh nämlich noch aus Asche, die Linien mussten mühsam mit Kreide aufge- tragen werden. "Und wenn es dann am Samstagabend regnete, hieß es am Sonntag morgen
nochmal früh aufstehen und die Linien nachkreiden", erzählt Müller-Scheeßel aus der Vergangenheit. Heute müssen sich die Organisatoren mit ganz anderen Problemen auseinandersetzen. "Die Vorbereitungen gehen im Prinzip
schon im Dezember los", berichtet Heide Flöge. Sie ist zusammen mit ihrem Mann verantwortlich für die gesamte Planung im Vorfeld und kümmert sich um die Ausschreibungen und die Anmeldungen - bei einer Zahl von inzwischen rund
1000 Meldungen ein wahres Mammutprogramm. Je näher der Termin des Pfingstsportfestes rückt, umso schlafloser werden auch die Nächte bei Heide Flöge. "Heute Nacht habe ich um 5.51 Uhr auf die Uhr geschaut und hatte noch keine
Minute geschlafen", verrät sie. Der richtige Stress geht dann aber am Wettkampftag selbst los: Nachmeldungen müssen geschrieben, Abmeldungen registriert und Kampfrichter eingeteilt werden. Da müssen auch die Söhne
mithelfen: Zwei sitzen am Computer, einer misst beim Speerwurf - die Familie Flöge ist also komplett eingespannt. Carsten Müller-Scheeßel führt inzwischen vom Sprecherhäuschen aus durch die Veranstaltung. Viele Athleten kennt er
persönlich und weiß auch über ihr Leistungsver- mögen Bescheid. So sind die Zuschauer immer "up-to-date" mit dem, was sich im Innenraum und auf der Laufbahn abspielt. Trotz permanenten Klingelns der Mobiltelefone ist
allen Dreien die Hektik überhaupt nicht anzumerken, mit Routine wird das Programm abgespult - schließlich machen sie das Procedere nun schon zum 30. Mal durch. "Aber 30 Jahre reichen jetzt auch", sagt Heide Flöge. Sie
möchte sich den stressigen Pfingstsonntag in Zukunft nicht mehr antun. Für die Vorbereitungen stehe sie weiter gerne zur Verfügung, doch die Veranstaltung selbst zehre doch zu sehr an ihrem Nervenkostüm, so Flöge. Insider glauben
und hoffen allerdings, dass sich Heide Flöge auch im nächsten Jahr nicht nur aufs Zuschauen beschränken wird. Ihr Mann, Cheforganisator Gert Flöge, hatte in den vergangenen Jahren ebenfalls den Wunsch geäußert, das Zepter beim
Pfingstsportfest aus der Hand zu legen. Jetzt macht er einen Rückzieher. "Es haben sich sehr viele Helfer eingefunden. Auch der Bezirksverband unterstützt uns jetzt nach Kräften", erklärt Flöge. Und dann ist da ja noch
die Sache mit dem Wetter. Das 30. Nationale Pfingstsportfest wird wohl als das Regen-Festival in die Geschichte der Leichtathletik-Meetings eingehen. Und Gert Flöge fragt: "Mit so einer Veranstaltung kann man doch nicht
aufhören, oder?
Rotenburger Kreiszeitung vom 6. Juni 2001
Martin Thimm knackt Norm für die DM 30. Nationales Pfingstsportfest in Scheeßel - Ergebnisnachlese aus Sicht der heimischen Aktiven
Scheeßel
(jed). Klein war die Schar der Leichtathleten aus dem Landkreis Rotenburg, die für das 30. Pfingstsportfest in Scheeßel gemeldet hatte. Groß dafür die Freude bei Martin Thimm vom gastgebenden TV Scheeßel Eichenschule. Angezogen
von Kilian Lescow (Osnabrück) steigerte sich der 19-Jährige auf 55,10 Sekunden im Zeitlauf über 400 Meter Hürden und hat damit die Qualifikationsnorm (55,50 Sekunden) für die Deutsche Meisterschaft der Junioren unterboten. Über 110
Meter Hürden erreichte Thimm eine Zeit von 15,57 Sekunden. Seine Vereinskameradin Petra Wahlers erreichte über 400 Meter Hürden bei katastrophalen Witterungsverhältnissen 65,54 Sekunden. Die für die DM-Teilnahme nötige
Qualifikationsnorm von 65,20 Sekunden hat die Scheeßelerin damit noch nicht unterboten. In 23,53 Sekunden gewann Sebastian Plautz (TV Scheeßel Eichenschule) den zweiten Zeitlauf über 200 Meter der Männer. In der Gesamtwertung
dieser Disziplin bedeutete dies Rang neun. Über 100 Meter erreichte er eine Vorlaufzeit von 11,74 Sekunden und verpasste damit den Endlauf deutlich. Gleiches gilt für Daniel Meyer bei der männlichen Jugend B. Der Scheeßeler wurde
Vorlauf-Vierter in 12,46 Sekunden. Der Rotenburger Jan Christian Rutsch hatte für den Weitsprung gemeldet und landete bei 6,69 Metern in der Sandgrube. Auch hier verhinderten die schlechten äußeren Bedingungen ein besseres
Resultat.
Zevener Zeitung vom 29. September 2001 Gute Leistungen der Athleten bei Zevener Mehrkampftagen
130 Aktive aus 40 Vereinen - Organisatoren und Aktive zufrieden mit dem Saisonabschluß Zeven
(nb). Es herrscht immer eine ganz besondere Atmosphäre im Stadion an der Kanalstraße, wenn sich zum Abschluss der Saison die Mehrkämpfer der Leichtathleten in Zeven treffen. Zudem konnten viele gute Leistungen bewundert werden, so dass trotz der teilweise heftigen Regenfälle die 130 Aktiven aus 40 Vereinen und der Veranstalter zufrieden waren.
Jubiläum auf der Anlage an der Kanalstraße Zum 20. Mal veranstalteten die Organisatoren der LAV und des TuS Zeven die Mehrkampftage, die zum einen als
Bezirks- meisterschaften gewertet werden, zum anderen aber auch als offene Veranstaltung von Aktiven aus Nord, Ost und West- deutschland genutzt werden für einen letzten möglichen Eintrag in die Bestenlisten. Viele bekannte
Gesichter konnte man als Organisator, Kampfrichter und Helfer an diesem Wochenende auf der Anlage ausmachen, kamen doch viele Aktive zum wiederholten Male nach Zeven, was wie sie immer wieder betonten an der guten Anlage aber auch
an der perfekten Organi- sation und der angenehmen Atmosphäre liegt. Da die Mehrkämpfe über beide Tage von einem Riegengericht betreut werden, baut sich eine Beziehung zwischen Athlet und Kampfrichter auf, was man deutlich am
zweiten Tag an der herzlichen Begrüß- ung festmachen kann. Männer des TV Langen holen sich den Sieg Christoph Gödecke und Carsten Decker vom TV Langen gehörten zu den Zehnkämpfern, die schon oft den Weg nach
Zeven gefunden und erfolgreich agiert haben. In diesem Jahr siegte Christoph mit 11,57 Sekunden über die 100 Meter und 6,66 Meter im Weitsprung. Keiner seiner Konkurrenten erreichte auch nur annähernd die Weite von 11,35 Metern im
Kugelstoßen, während er mit übersprungenen 1,76 Metern im Hochsprung hinter seinem Vereinskameraden Renè Kolk blieb, der 1,84 Meter übersprang und am Ende den vierten Platz erreichte. Auf der Stadionrunde ließ er mit 53,26 Sekunden
die Konkurrenz hinter sich. Am Sonntag setzte Christoph seinen erfolgreichen Zehnkampf fort (15,9 Sekunden 110 Meter Hürden; 43,49 Meter Diskus; 3,60 Meter Stabhochsprung; 48,33 Meter Speer; 4:38,41 Minuten 1500 Meter), so dass
er am Ende unter 23 Zehnkämpf- ern Platz eins mit 6359 Punkten erreichte. Der Langener Carsten Decker, mit 31 Jahren eigentlich schon ein Senior, startete dennoch in der Männerklasse, wo er mit 6114 Punkten Platz zwei belegte,
um die Mannschaft des TV Langen zu komplettieren, die mit 17 644 Punkten souverän Bezirksmeister wurde. Größte Riege stellen die B-Jugendlichen 29 Meldungen zum Fünf-beziehungsweise Zehnkampf gingen bei
Organisator Hans-Hermann Neblung ein, unter ihnen auch die der drei Zevener Aktiven Timm Müller, Jan-Henning Maxin und Christian Belecke. Timm Müller, der seinen Titel als Bezirksmeister im Zehnkampf vom vergangenen Jahr
verteidigen wollte, ging mit einer Muskelverletzung an den Start, die ihn so behinderte, dass er zur dritten Disziplin nicht mehr antreten konnte. Große Unterstützung vom heimischen Publikum Zufrieden mit ihren
Leistungen waren dagegen die anderen beiden Starter von der LAV. Unterstützt vom eigenen Publikum und mit einer tollen Wettkampfeinstellung am Start holten sie sich nach guten Leistungen die Plätze 10 (Jan-Henning) und 16 im
Fünfkampf der männlichen Jugend B. Zum Zehnkampf am zweiten Tag waren beide nicht mehr angetreten, da der Stabhochsprung noch zuviel Unsicherheit bereitet. Es siegte hier Arne Thamer vom BSV Buxtehude mit 5605 Punkten vor
Bastian Hennerberg von der LG Falling- bostel, der nach den ersten fünf Disziplinen noch vorne gelegen hatte. Annette Prinzler meldet sich zurück Als jahrelange Teilnehmerin des Zevener Trainingslagers in Igea
Marina (Italien) gilt das Zevener Interesse immer auch Annette Prinzler vom TSV Wiepenkathen, zumal sie nach ihrem Fußbruch in der vergangenen Cross-Saison noch wenig Ergebnisse vorweisen konnte. Annette startete zum letzten Mal
bei den A-Jugendlichen im Vier- und Siebenkampf und war am Ende zufrieden mit beiden Bezirkstiteln und den guten Leistungen trotz des Trainingsrückstandes. Weibliche Jugend B mit Zevener Beteiligung Die beiden
Gnarrenburgerinnen Meike Lürßen und Christina Klemme starteten zum ersten Mal in einem Mehrkampf und waren dementsprechend nervös vor ihrem ersten Start. Hans-Hermann Neblung, der die beiden seit zwei Jahren intensiv trainiert,
hatte seine Schützlinge gut auf den Wettkampf eingestellt, was man an der großen Motivation und der Entschlossen- heit gut abzuschneiden merkte. Leider brach bei Christina eine alte Knieverletzung wieder auf, so dass sie nach Platz
zehn im Vierkampf am zweiten Tag nicht mehr antreten konnte. Sechster Platz für Meike Lürßen im Mehrkampf Besser lief es für Meike Lürßen, die nach vier Disziplinen auf Platz neun lag und sich am zweiten Tag
noch erheblich steigerte, was auch an ihrer Paradedisziplin, dem Speerwurf, lag, wo sie die Konkurrentinnen mit 34 Metern hinter sich ließ. Am Ende belegte Meike bei den Bezirksmeisterschaften mit 3279 Punkten zusammen mit Mareike
Ludwig vom TuS Rotenburg Platz sechs und war damit sehr zufrieden, zumal sie auch im nächsten Jahr noch in dieser Altersklasse starten und sich somit weiter verbessern kann. Dank an die Kampfrichter und Helfer
Die Zevener Mehrkampftage waren die letzte große Veranstaltung der Zevener Leichtathletikabteilung. Ein Anlass, einmal Dankeschön an alle Organisatoren, Kampfrichter und Helfer zu sagen, ohne die die drei großen
Leichtathletikmeetings und das Schülersportfest nicht durchzuführen gewesen wären. Viele, viele Vorbereitungen sind nötig, bis eine Veranstaltung den ersten Startschuss geben kann, und lange danach noch geht die Arbeit bis zum
Versenden aller Ergebnislisten weiter. Zur Ergebnisliste
(BM- und offene Wertung)
Nordsee Zeitung vom 29. September 2001 Gold geht klar an den TV Langen Christoph Gödecke vor Carsten Decker Langen. Bei den Bezirksmehrkampfmeisterschaften Lüneburg der Leichathleten in Zeven zeigten sich die Teams des TV Langen von ihrer besten Seite. Die Männermannschaft mit
Christoph Gödeke, Carsten Decker und Renè Kolk und die B-Jugendmannschaft mit Jens Baecker, Björn Schmidt und Benjamin Fischer belegten in der Endabrechnung vordere Plätze. In der Männerklasse gab es mit dem Gewinn der
Bezirksmeisterschaft durch den talentierten A-Jugendlichen Gödeke, der mit 6359 Punkten siegte, den bereits erwarteten Wechsel in der Spitze. "Kronprinz" Gödeke entthronte Vorbild und Lehr- meister Carsten Decker, der mit
6139 Punkten Vizemeister wurde. Mit Renè Kolk, der seinen ersten Zehnkampf absolvierte und es dabei auf 5171 Punkte brachte, wurden die Langener Sieger in der Mannschaftswertung. Die erzielten 17 669 Punkte bedeuten
zurzeit den zweiten Platz in der niedersächsischen Bestenliste hinter dem TV Norden. Bemerkenswert ist die Top-Form von Christoph Gödeke, dem in fünf Disziplinen persönliche Bestleistungen gelangen:
100 m 11,57 Sek. (Bestleistung), Weitsprung 6,66 m, Kugel 11,34 m (B), Hochsprung 1,76 m, 400 m 52,25 Sek., 110 m Hürden 15,96 Sek. (B), Diskuswurf 32,59 m, Stabhochsprung 3,60 m, Speerwurf 48,33 (B), 1500 m 4:38 Min. (B).
Renè Kolk zog sich bei der vierten Disziplin einen Rippenbruch zu, kämpfte aber trotzdem für das Team weiter. Carsten Decker, seit Jahren führend im Bezirk Lüneburg, lief erst am zweiten Tag zur Normalform auf und holte Silber.
Deckers Einzelergebnisse: 100 m 11,90 Sek., Weit 5,93 m, Kugel 10,63 m, Hoch 1,76 m, 400 m 54,53 Sek.; 2. Tag: 110 m Hürden 16,49 Sek., Diskuswurf 33,52 m, Stabhoch 3,80 m, Speer 54,60 m, 1500 m 4:36 Min. Silber für Jens Baecker
Die 16- und 17-jährigen B-Jugendlichen des TV Langen brachten es auf insgesamt 13 601 Punkte und errangen damit hinter dem Favoriten MTV Celle die Vizemeisterschaft. Außerdem holte Jens Baecker in seinem ersten Zehnkampf mit
5146 Punkten und fünf persönlichen Bestleistungen die Silbermedaille. Björn Schmidt steigerte sich auf 4832 Punkte, belegte den 6. Rang und erzielte vier Bestleistungen.
Benjamin Fischer erreichte mit 3623 Punkten den 11. Platz unter insgesamt 30 Startern.
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