.

Presseberichte Veranstaltungen (Seite 2)

Presseberichte Veranstaltungen Seite 1 / Seite 3 / Seite 4 / Seite 5

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 18. August 2003
Schortenser Event hat festen Platz in der Laufszene
Rund 20 000 Zuschauer machten den diesmal 1771 Teilnehmern Beine
Von Erhard Binnberg
Schortens. Der Schortenser Jever-Fun-Lauf hat sich mit seiner 17. Neuauflage endgültig einen festen Platz in der deutschen
Straßenlaufszene gesichert. Dafür sorgten am Sonnabend bei optimalen Bedingungen die fast 1800 Männer, Frauen. Jugend-
liche und Kinder, die sich in fünf Läufen auf die Hatz durch den Schortens Ortskern machten. Ein Blick in die Teilnehmerliste
macht deutlich: Neben den internationalen Assen auch Läuferinnen und Läufer aus ganz Deutschland. Von München bis nach
Norden und von Aachen bis Frankfurt/Oder waren die Langstreckenfreaks angereist. Zwar hatten die Organisatoren, mit
Otto Wenninga, Rudi Rabe und Gerd Hinrichs an der Spitze bis zuletzt gehofft, die Rekordmarke von 2000 Teilnehmern
erreichen zu können, doch machten die ungünstig gelegenen Schulferien einen dicken Strich durch die Rechnung. Gegenüber
dem Vorjahr (1851) musste mit 1771 Aktiven ein leichtes Minus verbucht werden. Dafür gab es jedoch bei den Zuschauern
einen neuen Rekord zu vermelden. “Rund 20 000 verwandelten die Menkestraße und den Zieleinlauf vor dem Schortenser
Bürgerhaus zu einem Hexenkessel”, freute sich Otto Wenninga über den riesigen Zuspruch.
Bei den Läufen selbst wurde Sport vom Feinsten geboten. Im Hauptlauf musste man zwar kurzfristig auf Claudia Dreher
(verletzt) und Vorjahressiegerin Mary Ptikany (sie lief stattdessen in Zürich) verzichten, doch dafür sorgte die Kenianerin
Eunice Jepkorice für Aufsehen. Vom Wagner-Manager bei den Kenia-Trails entdeckt, ließ er sie einen Tag vor dem Start
nach Schortens einfliegen. Völlig unbekannt lief die 21-Jährige ihren kenianischen Mitkonkurrentinnen davon. In 53:35
Minuten lief sie die viertschnellste, je in Schortens gelaufene, Zeit. Auf den Plätzen zwei und drei Susan Kuriu (53:39) und
Irene Jerotich (54:15,7). Beste deutsche Läuferin, auf Rang fünf, Romy Spitzmüller in 56:20,1. Aus der heimischen Lauf-
szene kam Victoria Willcox-Heidner (LG Braunschweig) auf Rang acht und die Jeveranerin Imke Schiersch, ihres Zeichens
Triathletin, (jetzt für den SC Roth startend) hatte allen Grund, sich über Platz neun und die gute Zeit von 1:03.54 zu freuen.
Beste Ostfriesin war einmal mehr Almuth Maaß als Zehnte. Iris Marschall (TV Norden) kam auf Platz 15 und 25. wurde
Helma Nowak (Norderney).
Nur in der ersten Runde des Männer-Hauptlaufes ließen es die kenianischen Asse zu, daß Leute wie der Cichocki, der Ire
Loughlin die Spitzen bilden durften. Beim ersten Bad in der Menge, in der Menkestraße, zogen sie an und fortan hatte kein
Europäer mehr etwas zu vermelden. Auch in diesem Lauf sollte ein Akteur für Furore sorgen, den zuvor kaum ein Experte
auf seiner Rechnung hatte: James Kiplagat Koskei. Auf den Spuren seines Vaters – dieser konnte sich in einem der ersten
Schortenser Meetings unter den ersten Vier platzieren – brachte er die Etablierten ganz schön ins Schwitzen. Zwar kam hier
während der gesamten vier Runden die Rekordmarke von Simon Lopujet (er war in Schortens nicht erschienen) von 45:54
Min. nicht in Gefahr, doch das junge Talent setzte mit seiner Siegerzeit von 47:22 Minuten eine “Duftmarke”. Hinter ihm
kamen seine Landsleute Elija Sang (47:24,5) und Visente Krop (47:26, 3) auf das Treppchen.
Das Feld der heimischen Langstreckler führt als 22. der Norderneyer Bernd Wagner an. Jürgen Reents (LG Wilhelmshaven)
wurde 23. Knapp dahinter kamen die Ostfriesen Stephan Immenga (24. Werdum) und Dominik Schmedding (Emden) als
25. ins Ziel. HFC-Altmeister Hartmut Ollesch belegte einen tollen 29. Platz. Den Volkslauf über 10 km gewann jedoch mit
Michael Mäschig (LGW) ein Lokalmatador und Martin Budweg (LGW) hieß der Sieger über 5 km.

ACHIMER KURIER / Verdener Nachrichten vom 18. August 2003
Bezirkstitel an zwei Sottrumer
Mersch und Vehlow-Diekmann vorn
Von unserem Mitarbeiter Carl Christian
Sottrum. Drei der sieben vergebenen Titel der Meisterschaften des Bezirks Lüneburg über 3000 m holten sich Franz-Josef
Mersch und Ute Vehlow-Diekmann (beide TV Sottrum) sowie Jürgen Hold (LG Kreis Verden). Die Titelkämpfe wurden im
Rahmen des fünften Abends der 8. Sottrumer Sommerlaufserie ausgetragen.
Stürmisch begann der Laufabend bereits im ersten und schnelleren der beiden notwendig gewordenen 1000 m-Läufe. Der
16-jährige Lukas Klencke (TSV Bötersen) ging gleich nach dem Startschuss unheimlich flott an die Spitze. Er baute seinen
Vorsprung auf den ersten beiden Runden aus, doch dann ließ der B-Jugendliche im Gegenwind nach und Thomas Pfeiffer
(LG Kreis Verden) kam ihm immer näher. Es blieb aber bis ins Ziel bei der knappen Reihenfolge: Klencke (2:52,9 Min.) vor
Pfeiffer (2:54,3). Beachtlich die Steigerung des 12-jährigen Fabian Hold (LG KreisVerden), denn während fast alle über
den starken Wind und ihre sie nicht zufriedenstellenden Zeiten klagten, verbesserte er sich um fast drei Sekunden auf 3:31,6
Minuten. Die 14-jährige Julia Brettmann (TV Sottrum) gewann in 3:37,7 vor ihrer drei Jahre jüngeren Schwester Carina in
3:47,2 Minuten.
Jens Stepan (Uni Triathlöwen Bremen), mit der Mannschaft des PSV Bonn Deutscher Meister im Triathlon über die olymp-
ischen Distanzen, siegte im ersten der drei aufgrund des Teilnehmerrekords notwendig gewordenen 3000 m-Läufe unange-
fochten nach 9:12,7 Minuten. Damit übernahm er mit gut elf Sekunden Vorsprung den ersten Platz in der aktuellen Bremer
Landesbestenliste. Ulf Narloch (TSV Kirchdorf) wurde in 9:31,6 Zweiter vor Ingo Schröter (Post SV Buxtehude), der nach
langer Verletzungspause mit dem Titel des Bezirksmeisters der Männer und seiner Zeit von 9:41,2 Minuten sehr zufrieden
war. Noch mehr Grund zur Freude hatte der neue Bezirksmeister Ingo Schröter nach dem dritten und letzten 3000 m-Lauf,
denn seine Frau Ellen holte sich in 11:46,8 Minuten den Sieg und Titel bei den Frauen. Lokalmatadorin Ute Vehlow-Diek-
mann (TV Sottrum) wurde in persönlicher Bestzeit von 11:55,2 Minuten Zweite und Seniorenmeisterin W 40.
Starke Rennen lieferten auch der Seniorenmeister M 40, Franz-Josef Mersch (TV Sottrum), in 10:07,7 und der acht Jahre
ältere Seniorenmeister M 50, Jürgen Hold (LG Kreis Verden) in 10:14,2 Minuten ab. Seniorenmeister M 60 wurde Werner
Stelljes (TSV Gnarrenburg/11:13,5) und Seniorenmeister M 65 Horst Teufert (PSG Rotenburg/12:42,6).
Erstaunlich: Der 13-jährige Maximilian Gehrau (LGKV) steigerte sich um fünfzig Sekunden auf 11:32,7 Minuten.
8. Sottrumer Sommerlaufserie / Fünfter Abend
1000 m: Männer: M 8:
1. Jonas Kelm 4:00,8 Min.; M 10: 2. Tobias Loss (beide TV Sottrum) 4:10,0; M 12: 1. Fabian Hold (LG Kreis Verden)
3:31,6; männl. Jugend B: 1. Lukas Klencke (TSV Bötersen) 2:52,9; M 40: 1. Thomas Pfeiffer 2:54,3; 2. Günter Gehrau 4:08,0;
Frauen: W 8: 1. Janne Rosebrock (TVS) 4:34,9; 2. Sophia Michels (TuS Ahausen) 4:43,0; W 11: 1. Carina Brettmann 3:47,2; 3. Sandra Mersch
4:18,6; W 14: 1. Julia Brettmann (alle TVS) 3:37,7. 
3000 m: Männer: M 13: 1. Maximilian Gehrau (LG Kreis Verden) 11:32,7 Min.; M 30: 2. Alexander Dautert 10:52,7; M 35: 3. Lars Rosebrock
11:30,4; M 40: 1. Franz-Josef Mersch (alle TV Sottrum) 10:07,7; 2. Jürgen Reimers 10:47,8; 4. Uwe Meyer 11:24,5; 5. Roger Mathewes (alle
LGKV) 11:24,6; 6. Thomas Schelske (SV Taaken) 11:40,6; 7. Werner Kühne 11:46,5; 8. Michael Plötz (beide TuS Ahausen) 12:28,1; 9. Reiner
Loss (TVS) 12:51,4; M 45: 1. Hans-Ludger Gerdes 10:20,6; M 50: 1. Jürgen Hold 10:14,2; 3. Harm-Jürgen Willenbrock 12:26,5; 4. Dr. Hartmut
Intemann (alle LGKV) 12:56,1; 5. Heinz von Deylen (TVS) 13:49,3; M 55: 1. Dirk-Peter Jäger (LGKV) 13:10,8;
Frauen: W 40: 1. Ute Vehlow-Diekmann (TVS) 11:55,2; 2. Gertrud Ewen 13:04,0; W 50: 1. Ingrid Heger (beide LGKV) 12:40,2.
3000 m-Bezirksmeisterschaften: Männer: 3. Dautert; 5. Rosebrock; M 40: 1. und Seniorenmeister: Franz-Josef Mersch; 2. Gerdes;
3. Reimers; 5. Meyer; 6. Mathewes; 7. Schelske; 8. Kühne; 9. Plötz; 10. Loss; M 50: 1. und Seniorenmeister: Jürgen Hold; 3. Willenbrock;
4. Intemann; 5. Jäger; 6. von Deylen; Frauen: W 40: 1. und Seniorenmeisterin: Ute Vehlow-Diekmann; 2. Heger; 3. Ewen

ROTENBURGER KREISZEITUNG vom 19. August 2003
Mersch und Vehlow-Diekmann vorn
Mit couragierten 3 000 m-Läufen zum Seniorentitel / Aline Bassen beachtlich
Sottrum (hes). Für eine Rekordbeteiligung sorgten die im Rahmen des fünften Abends der 8. Sottrumer Sommerlaufserie
ausgetragenen 3000 m-Meisterschaften des NLV-Bezirks Lüneburg. Rekordzeiten blieben jedoch aufgrund des starken
Windes Mangelware: Nur über 1000 m lief Lukas Klencke (TSV Bötersen) eine (persönliche) Bestzeit.
Der 16-Jährige stürmte im schnelleren der beiden 1000 m-Läufe sofort an die Spitze, doch dann machte ihm der Gegenwind
zu schaffen und auf der Zielgeraden holte der 41 Jahre alte Thomas Pfeiffer (LG Kreis Verden) mächtig auf. Doch (die Zu-
schauer feuerten den B-Jugendlichen an,)
er mobilisierte die letzten Kräfte und siegte in persönlicher Bestzeit von 2:52,9
Minuten vor dem Verdener (2:54,3). Die 14 Jahre alte Julia Brettmann (TV Sottrum) gewann in 3:37,7 Minuten vor ihrer
drei Jahre jüngeren Schwester Carina (3:47,2).
(Nur ein junger Läufer hatte sich für die 1500 m gemeldet, der dann bei einem der beiden 1000 m-Läufe mit dabei
war - so konnte der ersten der drei notwendig gewordenen 3000 m-Läufe pünktlich gestartet werden.)
Jens Stepan
(UniTriathlöwen Bremen) hatte sich seinen Trainer Jan Petermann (TvdB Bremen) als 'Hasen' mitgebracht, der dann (- mit
zwei
Rennen vom Vorbabend in den Knochen -) nach 1400 Metern etwas zu früh aussteigen musste.
Stepan, der als Triathlet mit dem PSV Bonn Deutscher Mannschaftsmeister über die olympischen Distanzen wurde, konnte
allein gegen den Wind nicht unter neun Minuten bleiben. In 9:12,7 Minuten lief er auf Rang eins und setzte sich dennoch klar
an die Spitze der Bremer Landesbestenliste. Zweiter wurde in 9:29,3 Minuten Ulf Narloch (TSV Kirchdorf) vor dem Buxte-
huder Ingo Schröter, der sich nicht nur über den Bezirkstitel, sondern auch nach langer Verletzungspause und im Marathon-
training über seine Zeit (9:41,2) freute.
Schröter hatte nach dem dritten Lauf noch mehr Freude, denn seine Frau Ellen konnte ihren Vorsprung und die Meister-
schaft nach 11:46,8 Minuten vor der Lokalmatadorin Ute Vehlow-Diekmann (TV Sottrum/11:55,2) ins Ziel bringen. Dritte
wurde die 14-jährige Nele Dehnenkamp (LAV Bokel) in 12:01,7 Minute. Beachtlich: der fünfte Rang der gleichaltrigen
Aline Bassen (12:44,3/TuS Rotenburg), der bekanntlich nur ein Punkt bei der Wahl zu Rotenburgs Sportlerin des
Jahres fehlte, die sich erst kürzlich in die deutsche Spitze ihres Jahrgangs schwamm und mit der Taakener Einrad-
gruppe bei der Gymnastrada in Portugal für Furore sorgte.
Die Lokalmatadore Franz-Josef Mersch und Ute Vehlow-Diekmann (beide TV Sottrum) holten sich mit ihren couragierten
Läufen den Titel eines Seniorenmeisters M 40 bzw. W 40. Die weiteren drei Senioren-Meisterschaften gingen an Jürgen
Hold (M 50/LG Kreis Verden), Werner Stelljes (M 60/TSV Gnarrenburg) und Horst Teufert (M 65/PSG Rotenburg).        
( ) = Ergänzungen des Autors

VERDENER ALLER-ZEITUNG / Achimer Kreisblatt vom 20. August 2003
Jürgen Hold holt 3000 m-Bezirkstitel in Sottrum
LGKV holt durch Hans-Ludger Gerdes und Ingrid Heger außerdem zwei Vizemeisterschaften / Bestzeit für Fabian Hold
Verden (hes). Jürgen Hold war der erfolgreichste der LGKV-Athleten bei den Bezirksmeisterschaften über 3000 m in
Sottrum - er gewann den Seniorentitel M 50. Hans-Ludger Gerdes (M 40) und Ingrid Heger (W 40) wurden Vizemeister.
Nach Sottrum waren eigentlich aus Verden fast nur die angereist, die ohnehin bei der 8. Sottrumer Sommerlaufserie dort
starten. Sie hatten sich nur rechtzeitig für die Meisterschaften angemeldet, die ihm Rahmen dieser Serie am fünften der sechs
Abende ausgerichtet wurden. Etliche der LGKV-Läufer verzichteten am Vorabend der dreitägigen Deutschen Senioren-
Meisterschaften in Celle (verständlicherweise) auf einen Start in Sottrum. 
Thomas Pfeiffer knapp geschlagen
Im schnellsten der beiden notwendig gewordenen 1000 m-Läufe holte Thomas Pfeiffer (LGKV) auf der Zielgeraden Meter
um Meter auf, doch dann wurde der gleich nach dem Start enteilte B-Jugendliche Lukas Klencke (TSV Bötersen) so ange-
feuert, dass er sich noch als Sieger ins Ziel retten konnte - der Verdener kam in 2:54,3 Minuten trotz des heftigen Windes
bis auf 3/10 Sekunden an seine persönliche Bestzeit heran. Die knackte dagegen Fabian Hold (LGKV) ganz erheblich, denn
er verbesserte sich von 3:34,48 auf 3:31,6 Minuten. (Der 12-Jährige bewies damit, dass er nicht nur im Schach eine
Nachwuchshoffnung ist.)
Da wollte der 51-jährige Vater Jürgen Hold über 3000 m nicht nachstehen und hängte sich (- wie stets - ) mächtig rein. Wie
die Jüngeren vorne rumtobten, interessierte ihn weniger. Er orientierte sich nur daran, ob sein ihn auf den Fersen folgender
schärfster Konkurrent Jürgen Wrieden (SOL Osterholz) noch folgen konnte. Doch plötzlich war der Bremer im SOL-Trikot
weg, er musste seinem vierten Platz über 10.000 m (35:36 Min.) bei der Senioren-DM Tribut zollen und abreissen lassen.
Der Weg war frei für Hold's Erfolg in 10:14,2 Minuten, eineinhalb Minuten vor Wrieden.
Meistertitel werden im Bezirk auch nur vergeben, wenn mindestens drei in der jeweiligen Klasse antreten. Daher wurden in
der Auswertung einige Senioren einer jüngeren Altersklasse zugeordnet, so erging es unter anderen auch Hans-Ludger
Gerdes und Ingrid Heger, die statt wie in der Serie in der M 45 bzw. W 50 in der Meisterschaft in der M 40 bzw. W 40
gewertet wurden. Gerdes kam nach dem Sottrumer Lokalmatador Franz-Josef Mersch (10:07,7) auf den zweiten Rang in
10:20,6 und Ingrid Heger hinter der Sottrumer Lokalmatadorin Ute Vehlow-Diekmann (11:55,2) auf Platz zwei in 12:40,2
Minuten.
Übrigens: Meister der Männer und Frauen werden unabhängig von der Altersklasse die Schnellsten. Und das passiert auch
nicht alle Tage: Die Titel holte sich in Sottrum das Ehepaar Ingo und Ellen Schröter (Post SV Buxtehude) in 9:41,2 und
11:46,8 Minuten. ( ) = Ergänzungen des Autors

NIEDERELBE ZEITUNG vom 25. August 2003
Stimmung und Sport beim 17. Volkstriathlon
310 Teilnehmer gingen an den Start / Vier mussten vorzeitig aufgeben
Otterndorf (nas). Eine steife Briese wehte über den Deich, als die 310 Teilnehmer des 17. Volkstriathlons in Otterndorf an
den Start gingen. Aber dafür war das Wasser im Badesee des Hinrich-Wilhelm-Kopf-Sommerlagers angenehm warm und -
da waren sich Zuschauer wie Sportler einmal mehr einig - die Atmosphäre klasse.
Am “Tag des Sports" legten sich die Athleten auf der Veranstaltung von der Polizeiinspektion Cuxhaven und dem TSV
Otterndorf so richtig ins Zeug. Unter kräftigen Anfeuerungsrufen des Publikums absolvierten sie erst die 300 Meter lange
Schwimmstrecke durch den Badesee, bevor dann die 22 Kilometer lange Radstrecke bewältigt werden musste.
Aufgeregtes Treiben herrschte in der Wechselzone. Während die meisten Athleten sich erst umzogen, schwang sich manch
einer direkt - die Kleidung noch triefend - aufs Fahrrad. Dann ging es vorbei an den Fans, die vom Deich aus einen tollen
Überblick über die Schwimmstrecke und Wechselzone hatten, eine anspruchsvolle Strecke entlang.
Amüsant und kompetent kommentiert wurde das Geschehen von Dirk Brümmer und Burkhard Wettwer. Für die 4,6 Kilo-
meter lange Laufstrecke rund um das Sommerlager galt es, nochmal alle Kräfte zu mobilisieren. Vier Sportler mussten aller-
dings vor dem Ziel aufgeben. Zu denen gehörte Jens Stephan nicht. Er siegte bei den Männern (0:54:42 Stunden), während
Gesche Kosmalla nach 1:03:23 Stunden bei den Frauen als erste durchs Ziel kam. Als ältester Teilnehmer ging übrigens der
78-jährige Alois Meyer an den Start. Er überquerte nach 1:37:10 Stunden die Ziellinie.

CELLESCHE ZEITUNG vom 25. August 2003
Annette Nothdurft und Ulf Bartels siegen in Celler Einzelwettbewerben
Der Celler Triathlon boomt: 450 Athleten stürzten sich gestern in den Dreikampf rund um die Otto-Schade-Sportanlage –
150 mehr als im Vorjahr! Grund für den enormen Zuwachs: Der erstmals ausgetragene Staffel-Wettbewerb. Kleiner Wer-
mutstropfen: Weil die Technik streikte, gingen viele Triathleten ohne Urkunde nach Hause.
Hektik kurz vorm Start: Karl-Friedrich “Butzi” Brüchert suchte fieberhaft nach seiner Startpistole. Der Mitorganisator vom
SV Altencelle hatte die Schreckschusswaffe offen im Wettkampfbüro liegen lassen – leichtes Spiel für Diebe. Doch dann
Erleichterung: Ein übereifriger Helfer hatte das gute Stück vorsichtshalber versteckt. Nicht die einzige Schrecksekunde für
Brüchert und seine Mitstreiter: Ein Stromausfall sorgte für einen Computer-Crash, die Siegerehrung verzögerte sich. Viele
Sportler mussten ohne Urkunde nach Hause fahren.Die kleinen Zwischenfälle können aber nicht den tollen Gesamteindruck
des Celler VGH-Triathlons, bei dem erstmals sogenannte Transponder bei der Zeitmessung zum Einsatz kamen, schmälern.
Mit 450 hatten rund 150 Teilnehmer mehr gemeldet als im Vorjahr. Grund: Der erstmals ausgetragene Staffel-Triathlon kam
bei den Athleten sehr gut an. “Die Idee war goldrichtig”, freute sich Mitorganisator Hans-Joachim Strehlau über den riesigen
Zuwachs. “Viele Leute haben Scheu vor einem ganzen Triathlon. Bei uns konnten sie sich zwei Mitstreiter suchen und in die
Sportart reinschnuppern.” 33 Staffel-Teams sprechen eine deutliche Sprache: Den Mannschafts-Wettbewerb wird es auch
im kommenden Jahr wieder geben.
“Lokomotive” mit Volldampf zum Sieg
Erster Sieger des neu ins Leben gerufenen Events wurde das Team “Lokomotive Hohne”. Der Ex-Berufstaucher Lars
Enskonatus (34) kam nach der 600-Meter-Schwimmstrecke von der Lachtemündung bis zum Saarfeld im Pulk aus der
Aller. Doch dann legte Benjamin Höber auf dem Rad mit Volldampf den Grundstein zum Sieg: Der 20-Jährige vom Celler
Velo Club (“Die 27 Kilometer im Sattel habe ich auf einer Backe abgesessen”) war erst am Freitag in das Team gekommen.
“Wir brauchten wegen einer Verletzung einen Ersatzmann, da hat ein Arbeitskollege den Kontakt zu Benjamin hergestellt”,
erzählt “Lok”-Schlussmann Gerald Jänke (25). Er selbst ließ noch einige Konkurrenten auf der Laufstrecke über sieben
Kilometer hinter sich und sicherte der “Lokomotive” den Triumph vorm MTV Müden/Örtze und dem “Baker Express”.
Nicht zum ersten Mal durften die Sieger der Einzelwettbewerbe jubeln: “Ich weiß gar nicht, wie oft ich hier schon gewonnen
habe. Aber es ist jedesmal wieder ein Erlebnis, in Celle zu starten”, sagte Serien-Siegerin Annette Nothdurft von Hannover
96. Die 36-Jährige kam als Viertplatzierte von der Radstrecke und holte sich in ihrer Paradedisziplin, dem Laufen, den Sieg
– wie schon in den vergangenen drei Jahren. Ihre Siegerzeit lag diesmal bei 1:27:31 Stunden. Fast zweieinhalb Minuten
dahinter kam Anne Föge (JG Oyle) ins Ziel, Dritte wurde Bettina Beinke von der SG Verl-Bielefeld. Beste Cellerin: Claudia
Nitz vom SV Altencelle auf Platz 5 (1:32:31 Stunden).
Sieger kommt per Rad aus Braunschweig
Bei den Herren setzte sich Ulf Bartels durch. Der für Triathlon-Bundesligist SV 05 Würzburg startende Braunschweiger
siegte in der Zeit von 1:15:33 Stunden vor Jan Poguntke vom VfL Wolfsburg (1:16:55 Stunden) und Volker Orthmann aus
Bönebüttel. Bester Celler: Ferdinand Stelter vom TuS Oldau/Ovelgönne auf Platz 30 (1:29:38 Stunden). Bartels, der zum
vierten Mal in Celle an den Start ging und vor zwei Jahren ebenfalls gewinnen konnte, ist ein echter Fan des VGH-Triathlons:
“Hier herrscht eine familiäre Atmosphäre, der Leistungsdruck ist nicht so hoch wie anderswo. Man kommt mit einem guten
Gefühl hierher”, schwärmte Bartels hinterher. Kurios: Der 31-Jährige war die 60 Kilometer von seinem Wohnort mit dem
Rad gekommen - und fuhr auch mit dem Zweirad wieder zurück. Das wäre für das Team mit der weitesten Anreise schwie-
rig gewesen: Die drei Triathleten von Tornado Stettin, darunter Polens Vize-Juniorenmeister Miroslaw Pogorzelski (18,
siegte in seiner Altersklasse) waren schon einen Tag zuvor nach Celle gekommen, zelteten auf dem Saarfeld. Ihr Trainer
Roman Czerwinski war hellauf begeistert: “Ich habe noch nie so viele Starter bei einem Triathlon gesehen. In Polen steckt
die Sportart noch in den Kinderschuhen.” Er ist sich sicher: “Wir kommen nächstes Jahr wieder.” Das werden sich auch die
meisten anderen vorgenommen haben. Und vielleicht gibt es dann auch wieder Urkunden für alle Teilnehmer.

GIFHORNER RUNDSCHAU vom 25. August 2003
"Phantom" verwirrte Veranstalter
Laufcup: Ulf Kersten und Ilka Schreinecke gewannen Fallersleber Windmühlenberglauf – 188 Teilnehmer
Von Jens Frede
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben – oder muss hinterherlaufen. Beim 2. Fallersleber Windmühlenberglauf im
Rahmen des Wolfsburg-Gifhorn-Braunschweiger Laufcups wurden gleich mehrere Läufer auf der Tribüne anstatt auf der
Tartanbahn vom Startschuss überrascht. Auch die favorisierten Lokalmatadore staunten nicht schlecht angesichts der
starken, unbekannten Konkurrenz. Die Veranstaltung wird präsentiert von den Wolfsburger Nachrichten.
Die Hände hatten sich einige hiesige Sportler schon gerieben, denn Sascha Diehr (VfL Wolfsburg) und Ingrid Worgitzki
(LSV Wolfenbüttel), denen der Gesamtsieg in der Laufcup-Wertung nach sieben Siegen nicht mehr zu nehmen ist, standen
nicht an der Startlinie. Die Lokalmatadore rechneten sich nun gute Chancen aus, wenigstens ein Rennen zu gewinnen.
Denkste! Wie Phönix aus der Asche stieg bei den Männern Ulf Kersten vom BLV Ilsenburg auf, der bisher noch nicht beim
Laufcup gemeldet hatte und über die zehn Kilometer prompt in 34:31 Minuten gewann. Frank Balzer vom VfB Fallersleben
konnte das Tempo nicht mitgehen, wurde mit 50 Sekunden Rückstand Zweiter. "Bisher hatte ich noch nichts von Kersten
gehört und war überrascht, als er an mir vorbeizog. Nur Diehr kannte ihn und meinte nach dem Lauf, dass er ihn geschlagen
hätte, wenn er teilgenommen hätte", sagte Balzer etwas enttäuscht.
Der hiesigen Frauenkonkurrenz konnte hingegen keine fremde Läuferin Paroli bieten. Ilka Schreinecke vom SC Weyhausen
kam in 41:27 Minuten vor Kerstin Janssen (MTV Adenbüttel, 41:59) und Britta Weber (Waggumer Holz, 42:17) als Erste
ins Ziel. Bei den Schülern auf der 2000-Meter-Distanz war Jonas Busse vom VfB Fallersleben mit 7:59 Minuten der
Schnellste. Vereinskollegin Henrike Schulze war in 8:47 Minuten beste Schülerin.
Insgesamt waren die Organisatoren Andreas Hufner und Jens Thies mit der Veranstaltung sehr zufrieden, kamen doch zur
Zweitauflage mit 188 Startern beinahe 60 Läufer mehr als im Vorjahr. "Wir können sehr zufrieden sein. Wir mussten keine
größeren Probleme beheben. Zudem war auch das Wetter gut. Bei Regen hätten wir zum Beispiel gar nicht genügend Unter-
stellmöglichkeiten bieten können", sagte Thies glücklich. Am Ende des Renntages wurde die Organisation aufgrund einer
kleinen Panne doch noch auf die Probe gestellt: Die Zeit eines Läufers wurde zwar notiert, jedoch nicht seine Nummer. Die
Leiter mussten deshalb persönlich nach dem "Phantomläufer" suchen – allerdings ohne Erfolg. "Bisher haben wir den ver-
missten Starter nicht gefunden. Ich hoffe nur, dass er sich bei der Suche auf der Ergebnisliste vermisst und sich bei uns
meldet. Ansonsten bleibt er unbekannt", sagte Hufner.
GIFHORNER RUNDSCHAU vom 27. August 2003
"Phantom" ist gefunden
Läufer ohne Startnummer heißt Manfred Sindermann
Wie die Nadel im Heuhaufen suchten die Veranstalter des 2. Fallersleber Windmühlenberglaufs einen Läufer, dessen Zeit
zwar notiert wurde, der aber keine Startnummer hatte. Nun hat sich das "Phantom" gemeldet. Manfred Sindermann (Team
Waggumer Holz) hat sich zu erkennen gegeben.
Was war passiert? Als ein Pulk von mehreren Läufern gleichzeitig die Ziellinie passierte, wurde zwar von jeden Teilnehmer
die Zeit notiert, jedoch konnte einem Ergebnis keine Nummer zugeordnet werden. Auch intensives Suchen nach dem ver-
lorenen Läufer von den Organisatoren Jens Thies und Andreas Hufner brachte keinen Erfolg. Erst als Manfred Sindermann
sein Ergebnis auf der Liste vermisste und bei den Veranstaltern nach dem Grund fragte, war des Rätsels Lösung gefunden.
"Das Phantom war gefunden", sagte Andreas Hufner erleichtert. (JeF)

GENERAL ANZEIGER (Ostfriesland) vom 25. August 2003
Polizeimotorrad motiviert die Spitzenläufer
Citylauf Begeisterte Zuschauer in Leeraner Innenstadt / Warendorfer siegt zum dritten Mal
Von Theo Gerken
Leer. Seinen dritten Triumph feierte Thomas Böckenholt aus Warendorf beim 11. Leeraner Citylauf. Nach seinen Erfolgen
von 2001 und 2002 war er auch diesmal über die Distanz von 10 Kilometern nicht zu schlagen. 32:05 Minuten wurden
für ihn gemessen, abgeschlagen landeten Moritz Baar (LG Baar) mit 33:40 Minuten und Michael Fecht (Ihlower Renn-
schnecken) mit 36:15 Minuten auf den Rängen zwei und drei. Böckenholt war wieder einmal von der tollen Stimmung in der
Stadt begeistert und: "Ein Polizeimotorrad vorne weg motiviert mich besonders."
"Der Wechsel von Sonnabend zum Sonntag war kein Nachteil", stellte Helmut Bongarts, Chef der ausrichtenden Polizei in
Leer, erleichtert fest. Zunächst waren die Organisatoren zwar etwas skeptisch, ob die Läuferinnen und Läufer den neuen
Termin akzeptieren würden, doch die Teilnehmerzahlen sprachen für sich. Wieder starteten über 1 000 Sportler bei den
verschiedenen Läufen auf dem Denkmalsplatz. "Aufbau und Organisation sind natürlich am Sonntag einfacher zu regeln,"
erklärte Bongarts, der Termin im nächsten Jahr wird ebenfalls wieder ein Sonntag sein.
Schon zum Startschuss der kleinsten Mädchen war der Bereich um das Denkmal in der Innenstadt proppenvoll, so dass sich
die Motorräder der Polizei erst einmal einen Weg durch den Menge bahnen mussten. Die Lokalmatadoren machten im Lauf
über fünf Kilometer den Sieger unter sich aus. Ino Geisemeyer vom VfL Germania Leer zog vom Start weg gleichmäßig
Richtung Ziel und ließ dabei Gerd Wolzen aus Nortmoor und seinen Vereinskollegen Marc Grunwald hinter sich.
"Die letzten 300 Meter wurde ich derart angefeuert, dass ich sie fliegend zurück gelegt habe," schwärmte der Sieger von der
tollen Atmosphäre in der Leeraner City. Bei den Frauen gewann Maren Kuhlmann (TV Langen) knapp vor Kira Lammers
(Concordia Ihrhove). Mit ein wenig Abstand erreichte Griet-Marie Onken (SV Warsingsfehn) den dritten Platz.
Fast über die gesamte Strecke des Halbmarathons dominierten Ansgar Hempen (TV Georgsmarienhütte) und Peter Steinke
(TV Norden) das Feld. "Ich war in Gedanken schon vorbei," dachte Steinke während des Laufs eigentlich schon an den
Spurt in der Zielgasse. Dann behinderten ihn in der letzten Runde Wadenkrämpfe in beiden Beinen so stark, dass aus dem
erfolgreichen Endspurt nichts wurde. Bei den Frauen überquerte Katharina Gerking vom Ruderverein Leer als Erste die
Ziellinie. "Gerd Onken hat mich wunderbar gezogen," freute sie sich über ihr gelungenes Debüt im Halbmarathon. Zweite
wurde Ruth Lutz (Laufsportfreunde Münster) vor Heike Stautmeister (Lauftreff Leer).

STADER TAGEBLATT vom 25. August 2003
Den Trostspendern davon gelaufen
Altstadtlauf und Skatertag: Der Harsefelder Matthias Dierks durchlitt ein einsames Rennen unter rund 1000
Sportlern
Stade (wi). Der Stader Altstadtlauf und Skatertag konnte auch in seiner fünften Auflage den Erfolg aus den vergangenen
Jahren bestätigen. Rund 5000 Zuschauer und 1000 Sportler säumten am Sonnabend und Sonntag die Strecke. Sie wurden
Zeugen von starken Leistungen, aber auch von richtigen Strapazen.
“Das sind die härtesten Rennen”, sagte Matthias Dierks. Der 35-Jährige aus Ahlerstedt hatte gerade seinen 17,8 Kilometer-
Lauf als 15. beendet, als er die vergangenen 75 Minuten und elf Sekunden noch einmal an sich vorbeiziehen ließ. Einen
Laufpartner hätte er sich gewünscht. “Aber da war weit und breit niemand”, sagte Dierks, der sich im Rennen immer wieder
suchend umdrehte. Keiner da, der sein Tempo lief. Keiner, der ihn mal mitzog. Keiner, der vielleicht noch mal Zuspruch
geben konnte. “In solchen Situationen zählt man jede Runde.” Ab der dritten wurde es dann auch leichter. “Da war langsam
das Ziel in der Nähe.”
Aber Dierks liebt diese Rennen, in denen er sich quälen muss. Im September steht deshalb auch der Berlin-Marathon auf
seinem Laufprogramm. Ein weiterer Härtetest für den Mann, der nebenbei in Harsefeld noch ein wenig Eishockey spielt.
“Das war hier nur Vorbereitung auf den Marathon – ein interessantes Training mit toller Atmosphäre.” Einen Mann sah
Dierks nur am Start und nach dem Rennen bei der Siegerehrung: Peter Smolinski lief wie schon in den vergangenen Jahren
ein einsames Rennen. Allein Strecke und Zeit stellten für ihn gestern die Gegner dar. Der Buxtehuder gewann die Distanz
über 17,8 Kilometer souverän und fuhr damit bereits seinen vierten Sieg in Folge auf dem Altstadtlauf ein.
Auch sein weibliches Pendant schlug wieder zu. Birgit Friedrich (LG Kehdingen) holte ihren dritten Erfolg über neun Kilo-
meter in Serie. Auch für sie war es der insgesamt vierte Sieg. Folgt im nächsten Jahr der fünfte Erfolg? “Wenn hier plötzlich
ein paar junge Hüpfer auftauchen, wird es schwer”, sagte die 41-Jährige.
Mit von der Partie war auch wieder TAGEBLATT-Chefredakteur Wolfgang Stephan. Er kam über 17,8 Kilometer als 69.
ins Ziel.

STADER TAGEBLATT vom 25. August 2003
Ein Windhund vorn
Skatertag: Christoph Domke siegt für Stade
Stade (wi). Die Anspannung unter der Skatern war nicht zu übersehen. Aufgeregt rollten sie am Sonnabend vor dem Stader
Hafen hin und her, konnten den ersten Startschuss kaum erwarten. Um 17:15 Uhr war es so weit: Die Läufer wurden los
geschickt. In den folgenden drei Stunden war die Geräuschkulisse beeindruckend. Tröten und Rasseln feuerten die Athleten
an, die mit einem langanhaltenden Surren über den Altstadtring flitzten. Immer auf der Suche nach Windschatten und der
Ideallinie kämpften sie um jede Position. Die schnellsten erreichten Spitzengeschwindigkeiten von 50 Stundenkilometern.
Über fünf Kilometer hatte am Ende Thorben Woelki vom Team Powerslide die Nase vorn. Er gewann das Rennen in 8:12
Minuten wurde gleichzeitig Landesmeister, denn bereits zum dritten Mal bildete der Skatertag auch die Kulisse für die
Niedersächsischen Landesmeisterschaften der Skater. Über zehn Kilometer war Jörg Wecke vom IST Schaumburg in
17:31 Minuten der Schnellste.
Der einzige Stader Sieger war – wie bereits im vergangenen Jahr – Christoph Domke von den Stader Greyhounds. Er ge-
wann den Schülerlauf über 2,3 Kilometer in 4:50 Minuten. Für viele andere Skater war nicht die Zeit entscheidend, der Weg
war das Ziel.

OLDENBURGER NACHRICHTEN vom 26. August 2003
Samba-Klänge heizen Läufern ein
Volkslauf: 500 Teilnehmer in Kreyenbrück am Start – Dritte Auflage soll folgen
Von Henning Busch
Oldenburg. Gut gelaufen! Das galt am Wochenende nicht nur für die 500 Teilnehmer am “Sparda-Lauf”, sondern auch für
den gesamten Ablauf des vom DSC Oldenburg sowie dem Lauf-Treff Süd von Blau-Weiß Bümmerstede zum zweiten Mal
veranstalteten Volkslaufes. “Alles hat reibungslos geklappt, die Stimmung rund um die Laufstrecken war nicht zuletzt dank
der Samba-Klänge der Gruppe Salasamba hervorragend, zu denen auch das Wetter passte”, freute sich Mitorganisatorin
Gabriele Wollstein vom DSC. Der Erlös aus dem bunten Rahmenprogramm fließt in die Jugendarbeit beider Ausrichter-
vereine. “Im nächsten Jahr wird es definitiv eine Fortsetzung geben”, kündigte Wollstein an.
Auf die größte Resonanz am Schulzentrum Kreyenbrück stieß der 10-km-Lauf, bei dem 240 Läuferinnen und Läufer in den
verschiedensten Altersklassen an den Start gingen. Als Erster überquerte Jens Nowak (1. TCO “Die Bären”) nach 35:24,3
Minuten die Ziellinie, gefolgt vom Oldenburger Arnold Frerichs (35:45,7) und Stefan Schwengels (TuS Westerloy, 36:17,8).
Als erste Frau kam Jutta Hugenberg (W30) nach 41:17,9 Minuten ins Ziel.
Über die 5-km-Strecke versuchten 108 Teilnehmer ihr Glück. Schnellster war der A-Jugendliche Lars Schnurbus vom DSC
(18:11,9 Minuten). Zweiter wurde Daniel Esselbrügge (18:14,4). Beste Läuferin war Sabine Eilers (TSG Hatten-Sandkrug)
in 23:14,7 Minuten.
Großes Gewusel auf der Strecke herrschte auch beim Kinderlauf über 650 Meter, bei dem 72 Teilnehmer aktiv waren. Erst-
mals wurde auch ein Schülerlauf über 1900 Meter ausgetragen. Diesen gewann Christian Eichinger (SV Lemwerder) in
6:54,8 Minuten vor Lukas Raabe vom TuS Ofen (7:13,6) und Erlan Santiago da Silva (7:52,4).
Ebenfalls Premiere feierten die Nordic-Walker, die ausgerüstet mit zwei Stöckern im Stile von Ski-Langläufern gemeinsam
mit den Walking-Teilnehmern eine Strecke von 6,5 Kilometern zu absolvieren hatten. Es siegte Ute Deters vom TuS Ever-
sten in 47:24,0 Minuten vor Karl Spieler vom SV Lemwerder (47:43,0) und Hans-Otto Rump von Tura 76 (48:44,0).

HAMBURGER ABENDBLATT vom 26. August 2003
Freizeitläufer stellten fünf neue Streckenrekorde auf
Tangendorf. Die Familie und Kinder stehen im Vordergrund. An dieser Tradition hält die Freizeitgemeinschaft Tangendorf
seit langem bei ihrem Volkslauf fest. Auch bei der 18. Auflage hat sich daran nichts geändert. Von den 428 Teilnehmern
zählt der Großteil zu den Freizeitläufern. Dass der Leistungssport auf der Strecke in Tangendorf nicht zu kurz kommt, be-
weisen fünf neue Bestzeiten. Bei allem Freizeitcharakter sind die Aktiven des Familienlaufs ehrgeizig.
Schon zum Auftakt gab es beim Walking über sieben Kilometer eine neue Bestzeit. Der Norweger Petter Forbech aus Hitt-
feld stellte in 41:05 Minuten vor Walter Langhans vom TSV Winsen (41:08 min.) eine neue Bestzeit auf. Auch Christa
Lebermann vom SC Drestedt verbesserte den Rekord, kam nach 42:56 Minuten ins Ziel.
Beim Lauf über 5,9 Kilometer kamen gleich die ersten drei Athleten unter dem alten Streckenrekord ins Ziel. Dazu gehörten
Sieger Jan-Simon Harmann von Blau-Weiss Buchholz, Thomas Ebel aus Glückstadt und Vorjahressieger Hans-Hermann
Saß vom MTV Amelinghausen. Bei den Frauen stellte Rekordinhaberin Nicole Zeuschner (Lauftreff Medingen) mit 24:03
Minuten eine neue Bestmarke auf.
Die Distanz über 10,8 Kilometer hatte mit 133 Aktiven die meisten Teilnehmer. Sascha Wozniak vom HSV Stöckte siegte
in der Zeit von 37:37 Minuten vor dem Ashausener Thomas Schumann (38:18 Minuten). Bei den Frauen kommt die Siegerin
mit Pia Wiegel vom Lauftreff Medingen, bei ihr blieben die Stoppuhren bei 43:20 Minuten stehen. Die Zweitplatzierte heißt
Nicole Rienecker und kommt von Blau-Weiss Buchholz (43:52 min.). Die längste Distanz von 20 Kilometer entschied der
Möllner Michael Gräper in 1:15:51 Stunden bei den Männern und Elvira Schlatter vom VfL Börnsen in 1:29:04 Stunden bei
den Frauen für sich. (hr)

DELMENHORSTER KREISBLATT vom 1. September 2003
Ein Berliner ist in Delmenhorst der Schnellste über die 10-Meilen-Distanz
Laufen: Zu früh gehender Sprecher trübt gute Organisation
Delmenhorst (abt). “Es war die Vorbereitung für den in vier Wochen stattfindenden Marathon in Berlin”, Nico Hoene war
extra aus Berlin angereist, um sich noch einmal für die Langstrecke zu testen. Der 28-Jährige, der beim 10-Meilen-Lauf in
Delmenhorst in 53:19 Minuten als Erster ins Ziel lief, war lange Jahre bei den Triathleten zuhause, hatte durch sein Studium
aber den Anschluss an die Spitze verloren und sich einen etwas anderen Sport gesucht. Seinen bisher einzigen Marathon lief
er im Mai in Hannover, brach ihn aber vorzeitig ab. “Ich bin fast 30 Kilometer allein gelaufen, da konnte ich der U-Bahn
nicht widerstehen.” In Berlin will er mit 2:25 Stunden dabei sein. Die Plätze zwei und drei gingen beim Jubiläumslauf über die
zehn Meilen bei den Männern an Vorjahressieger Frank Themsen von der LG Bremen-Nord in 56:20 und an Gerrit Lubitz
vom ATS Buntentor Bremen in 59:46.
Bei den Frauen war ebenfalls das Team der LG Bremen-Nord stark. Die 49-Jährige Christel Gebel lief in 1:10:37 Stunden
vor den Vereinskameradinnen Gaby Rost-Brasholz (1:13,43) und Waltraud Bayer (1:16,08) ins Ziel. “Im Alter werde ich
nicht besser”, Gaby Rost-Brasholz (57) war mit ihrer Zeit dennoch zufrieden. Die Delmenhorster Lehrerin ist, wie sie sagte,
jedes Jahr beim vom LC 93 organisierten 10-Meilen-Lauf dabei. “Meine Bestzeit hatte ich vor drei Jahren mit 1:08 Std.”
Alle drei Frauen wollen über die zehn Kilometerdistanz bei den Seniorenmeisterschaften in Troisdorf mit dabei sein.
132 Sportler waren beim zehnten Meilenlauf am Start, 85 Läufer meldeten sich für die lange, 47 für die kürzere 5-km-
Distanz. Bei der Jugend siegten über 5 km Griet-Mara Onken in 22:44 und Heinz-Helmut Onken (beide SV Warsingfehn)
in 19:55 Minuten. Bei den Frauen zeigte Wesna Nochowicz aus Delmenhorst auf der kurzen Strecke in 26:03 Nervenstärke.
Der erste Rang bei den Männern ging an Karsten Krüger aus Bremen in 19:03 Minuten.
Ganz große Ausnahme am Sonnabendnachmittag war Peter Scholz von der Delmenhorster Fitness-Company. Der 49-
Jährige hatte sich für die kurze Distanz gemeldet, sich während des Laufens aber umentschieden. Das brachte die Computer
und deren Bediener dann doch ein bisschen durcheinander. Er wurde disqualifiziert.
Während des Zieleinlaufs wurden die Athleten immer wieder mit Namen begrüßt. Eine schöne Geste. Noch schöner wäre es
gewesen, der Sprecher wäre vor Ort geblieben und hätte gewartet, bis auch der letzte ankam. Hätte der nicht auch eine
kleine Durchsage verdient?

WOLFSBURGER NACHRICHTEN vom 1. September 2003
Jetzt wird Mirko Appel ein “Iron Man”
WN präsentierten 19. Wolfsburger Volkstriathlon: VfLer gewann zum fünften Mal in Folge und will nach Hawaii
Von Christian Buchler
Der fünfte Sieg in Folge! Jetzt ist Mirko Appel vom VfL Wolfsburg der alleinige Rekordgewinner des Wolfsburger Volk-
striathlons – präsentiert von den Wolfsburger Nachrichten. Bei der 19. Auflage am Samstag am Allersee über 600 Meter
Schwimmen, 26 Kilometer Radfahren und 6 Kilometer Laufen setzte er sich in 1:04:17 Stunden mit 53 Sekunden Vorsprung
vor seinem Vereinskollegen Jan Poguntke durch. Bei den Frauen wurde Birgit Bröger vom VfB Fallersleben Zweite.
Kurz nach der Ankunft verkündete Appel sein neues Ziel: “Ich werde auf die Iron-Man-Distanz wechseln und will mich
nächstes Jahr für Hawaii qualifizieren.” Statt der Sprint-Distanz muss er dann 3,8 Kilometer schwimmend, 180 Kilometer
auf dem Rad und einen kompletten Marathon (42,195 km) absolvieren. Qualifikationswettkampf ist Frankfurt (früher Roth).
“Dafür werde ich die Trainingszeit erhöhen müssen”, sagt Appel. Der zurzeit noch in Hildesheim lebende Sportler will nach
dem Abschluss seines Lehramtsstudiums zurück in die Region ziehen. Am 1. November tritt er seine Stelle als Sonder-
schul-Lehrer an der Pestalozzi-Schule in Gifhorn an. Dort wird er Mathematik und Sport unterrichten.
Doch zurück zum Wolfsburger Triathlon… Nur einmal schien der erwartete Favoritensieg ins Wanken zu kommen – kurz
vor dem Ziel. Als der zuvor eigentlich schon weit enteilte Appel auf der Laufstrecke am Südufer des Allersees auftauchte,
befand er sich plötzlich in Begleitung eines weiteren Athleten. Sollte der Serien-Sieger einen Einbruch auf den letzten Metern
erleben? Nein! Der erst auch überraschte Triathlon-Organisator und Moderator René Schaab (“Ich erkenne meine
Schweinchen am Gang”) löste das Rätsel schnell. Top-Läufer Sascha Diehr, Trainings- und Vereinskollege Appels, wollte
seinem Kumpel Geleit geben. “Das sollte Sascha unterlassen, das ist unsportlich”, schimpfte Schaab über Mikrofon. Wett-
bewerbsverzerrung sei es, wenn der Führende plötzlich über einen ,Pacemaker’ verfüge. Diehr reagierte sofort, Appel lief
allein weiter. Niemand aus der Konkurrenz legte Protest ein. Jeder wusste genau, dass Appel so oder so gewonnen hätte.
Mit seinem fünften Sieg in Folge avancierte Appel zum alleinigen Wolfsburg-Triumphator. In der ewigen Bestenliste lag er
vor dieser Auflage gleichauf mit Arnd Schomburg vom SV Langenhagen, der in den Jahren 1989 bis ’91 und 1996 ge-
wonnen hatte.
Seit 1999 ist Appel nun auf seiner Hausstrecke ungeschlagen. Woher nimmt er die Motivation, trotzdem immer wieder am
Allersee anzutreten? “Hier bin ich zu Hause, hier habe ich angefangen.” Außerdem sei es ein Dankeschön an Schaab, der ihn
zum Triathlon gebracht und ihn immer unterstützend begleitet habe. Sichtlich gerührt gibt der Mentor das Lob zurück.
Schaab: “Mirko ist menschlich ein feiner Bengel. Ich traue ihm den Sprung nach Hawaii durchaus zu. Vielleicht noch nicht
gleich, aber in zwei Jahren.” Fest gebucht ist schon der 14. August 2004. Dann steht die 20. Auflage des Wolfsburger
Volkstriathlons an – mit der Titelverteidigung?

newsclick.de (Helmstedt) vom 1. September 2003
Rivalen schnell abgeschüttelt
Lauf rund um die Wälle in Helmstedt: Favoritensiege für Torsten Dill und Kai-Uwe Huth
Von Jürgen Uhde
Zahlreiche Zuschauer erlebten im Start- und Ziel-Bereich am Hallenbad Favoritensiege beim Lauf "Rund um die Wälle".
Über 10,4 Kilometer setzte sich bei den Männern Torsten Dill vom TSV Lelm und über 5,2 Kilometer Kai-Uwe Huth vom
Ausrichter SV Germania Helmstedt durch. In der Frauenklasse siegte über die 10,4-Kilometer-Distanz Sabine Willberg aus
Magdeburg.
Neben den Wettkampf erprobten Läufern gingen aber auch viele Hobbyläufer und Lauftreffs an den Start. So begrüßte
Organisationschef Wolfgang Henze über 2,6 Kilometer 81 Läuferinnen und Läufer. Über 5,2 Kilometer gingen 43 Teil-
nehmer an den Start und über 10,4 Kilometer waren es 64. Neben dem Gesamtsiegern über die einzelnen Distanzen wurden
auch die entsprechenden Altersklassen extra gewertet. Den Startschuss um 17 Uhr gab Bürgermeister Wilhelm Abry.
Erfolgreiche Taktik
Über 10,4 Kilometer hatte der spätere Sieger Torsten Dill nach der ersten Runde bereits rund 100 Metern Vorsprung. "Ich
habe gleich aufs Tempo gedrückt und brauchte dann nicht mehr voll durchzulaufen", lautete der spätere Kommentar des
Siegers. Auf Rang zwei landete Kai-Uwe Huth vom SV Germania Helmstedt vor Klaus-Dieter Heinrich, LG Salzgitter. Die
Zeit des Siegers wurde mit 35:18 Minuten gestoppt. Kai-Uwe Huth hatte bereits vorher den 5,2-Kilometer-Lauf bestritten
und sich in 17:18 Minuten gegen seinen jugendlichen Mannschaftskameraden Eduard Scheiermann durchgesetzt.
Spannend war die Auseinandersetzung bei den Frauen über 10,4 Kilometer. Sabine Willberg (Magdeburg) und Manuela
Röhrich (Germania) liefen drei Runden nebeneinander und es sah nach einer Spurtentscheidung aus. Auf dem Schützenwall
tauchte dann die Magdeburgerin mit klarem Vorsprung auf und siegte in 41:16 Minuten. "In der Bergab-Passage konnte ich
dem Tempo nicht folgen", erklärte Manuela Röhrich.
In der Frauenklasse über 5,2 Kilometer überraschte der TV Bornum mit dem ersten und dritten Rang durch Helma Dann-
hoff und Therese Heuck. Die Kurzstrecke über 2,6 Kilometer der Schüler sicherte sich Daniel Henze vom SV Germania vor
seinen Mannschaftskameraden Lukas Alt und Nils Tomaschek. Vor allem die knappe Niederlage des drei Jahre jüngeren
Zweiten war bewundernswert.
Bei den Schülerinnen ging der Sieg in den Harz. Jenny Günnel vom SC Schierke setzte sich gegen Juliana Gerke (Germania)
und Lisa Kempernolte (MTV Schöningen) durch. Wolfgang Henze hielt die Zuschauer über den Stand in den Altersklassen
auf dem Laufenden.
Den angekündigten Zweikampf der deutschen Meister in der AK M 60 zwischen Peter Arms (Lelm) und Joachim Schulze
(Magdeburg) entschied der 60-jährige Peter Arms, der in der Gesamtwertung als Sechster durchs Ziel kam, klar für sich.
Am Ende betrug sein Vorsprung anderthalb Minuten.
Die Mannschaftswertung über 10,4 Kilometer gewann bei den Männern die LG Salzgitter vor dem TSV Lelm. Über 5,2
Kilometer gewann Germania Helmstedt vor MTV Rethmar. Bei ausgezeichneter Organisation mit 40 Helfern und groß-
zügiger Siegerehrung mit vielen Pokalen und Ehrenpreisen (dank der Sponsoren wie der Braunschweiger Zeitung) ver-
sprachen viele der 200 Teilnehmer, im nächsten Jahr wiederzukommen. (Uh)

OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG vom 2. September 2003
Rund 400 Stadtläufer machen Dammes Ruf alle Ehre
Teilnehmerzahl trotz des Regens gehalten / Schrödter verteidigt Titel / Käfer bleibt in Damme / Knabe: "Wir
machen auf jeden Fall weiter"
Von Christian Taske
Damme. Rund 400 Läufer, eine Superstimmung im Start-Ziel-Bereich und eine völlig überraschte Käfer-Gewinnerin: Der
dritte Dammer Stadtlauf war trotz widriger Wetterverhältnisse ein voller Erfolg für das Organisationsteam des OSC Damme
um den 1. Vorsitzenden Wolfgang Knabe und für die Stadt Damme selbst, die ihrem Ruf als Läuferstadt alle Ehre machte.
Trotz der herbstlichen Temperaturen und des Nieselregens konnte die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr damit in
etwa gehalten werden, was Wolfgang Knabe besonders freute. "Wir sind froh, dass es dieses Jahr noch so gelaufen ist. Bei
besserem Wetter wären sicherlich noch mehr Kurzentschlossene gekommen. Das ist aber letztendlich egal, wir wollen ja
keine Rekorde erzielen", so der Klubchef, der mit seinem sechsköpfigen Organisationsteam bereits zum dritten Mal den
Citylauf veranstaltete. Bei den Voranmeldungen hatte sich zunächst sogar abgezeichnet, dass man die Teilnehmerzahl würde
steigern können.
Und auch die Jüngsten ließen sich von Petrus nicht unterkriegen. Etwa 100 Kinder nahmen am Schülerlauf teil und alle
wurden von Knabe persönlich mit Siegerurkunden und Medaillen ausgestattet. Hinzu kamen 130 Teilnehmer beim Jeder-
mannlauf und dem "Walking" sowie 170 Starter im Hauptlauf. Für Stimmung vor dem Start des Zehn-Kilometer-Laufes
sorgte eine bunte Cheerleadergruppe der Grundschule Damme.
Den Sieg bei den Männern sicherte sich André Schrödter von der LG Würm-Athletik, der mit einer Zeit von 32:39 Minuten
seinen Vorjahressieg verteidigte. Schrödter, im letzten Jahr noch für die SG Diepholz aktiv, zeigte sich von der Atmosphäre
angetan. "Das hat richtig Spaß gemacht. Vor allem im Start-Ziel-Bereich war eine Superstimmung. Ich bin auf jeden Fall im
nächsten Jahr wieder dabei", so der Sieger, der sich in einem taktisch geprägten Rennen auf dem letzten Kilometer von den
OSC-Läufern Jürgen Rolfsen und Gerhard Kröger absetzen konnte. Der zweitplatzierte Vördener stimmte dem Sieger zu:
"Die Resonanz ist richtig gut. Es herrscht eine Superstimmung. Das spornt natürlich an." Ähnlich sah‘s OSC-Oldie Gerd
Kröger: "Im letzten Jahr waren sicherlich mehr Zuschauer da. Im Ziel war aber eine gute Stimmung. Für den Stadtlauf ist das
eine ansprechende Atmosphäre."
Ein Starter wurde beim Hauptlauf aber sichtlich vermisst. Dammes Bürgermeister Hans-Georg Knappik ging auf Grund einer
Fußverletzung im Gegensatz zum Vorjahr nicht an den Start. Das ansonsten laufbegeisterte Stadtoberhaupt war voll des
Lobes für die Organisationscrew des OSC: "Damme ist einfach eine Läuferstadt. Nach dem Volkslauf in den siebziger
Jahren ist es ganz toll, dass der OSC den Citylauf etabliert hat. Das Organisationsteam hat wie in den Jahren zuvor tolle
Arbeit verrichtet."
Gekrönt wurde der Laufabend mit einer Tombola, dessen "Highlight" (Knabe) die Verlosung eines 20 Jahre alten VW-
Käfers war. Das Fahrzeug wurde von Benno Diekhues gestiftet, der selbst vor 45 Jahren bei einer Laufwette einen Käfer
gewonnen hatte. Der "Oldtimer" ging an die Dammer Familienmutter Monika Enneking, die sich völlig überrascht zeigte: "Ich
habe in meinem ganzen Leben ja noch nie etwas gewonnen." Dieser runde Abschluss gefiel auch Wolfgang Knabe: "Es
macht Spaß zu sehen, dass die Leute zufrieden sind. Wir machen auf jeden Fall weiter."

ELBE-JEETZEL-ZEITUNG vom 2. September 2003
Schwarz steigert Bestzeit
Magere Resonanz bei 10-km-Straßenlauf des SV Sporting
Lüchow (hc). Das trübe und regnerische Wetter war nicht der Grund für die schwache Resonanz bei der 10. Auflage des
Lüchower Zehners, denn die Bedingungen beim 10 km-Straßenlauf zwischen Lüchow, Banneik und Saaße waren sehr gut.
Sieger wurden in Jürgen Schwarz vom Ausrichter SV Sporting Lüchow und Irmela Wilck (IGAS) zwei hiesige Starter.
Dennoch gingen nur insgesamt 15 Aktive an den Start. Die Ursachen dürften eine Konkurrenzveranstaltung im Kreis Uelzen
und die Überschneidung mit dem Nemitzer Heidelauf sein, der nach der Terminfestlegung auf Kreisebene verlegt worden
war. Mit den wenigen Läuferinnen und Läufern zog sich das Teilnehmerfeld schnell weit auseinander.
Die vierköpfige Spitzengruppe wurde von Frank Mertens aus Salzwedel angeführt, der sich auf den ersten Kilometern sogar
einen kleinen Vorsprung herauslaufen konnte. Bei Kilometer fünf lief Jürgen Schwarz an Mertens heran und überholte.
Schwarz gab die Führung nicht mehr ab und war nach 38:36 Min. zehn Sekunden vor Mertens im Ziel. Schwarz steigerte
seine Bestzeit aus dem Vorjahr um mehr als eine Minute. Auf dem dritten Platz folgte in 39:42 Min. Hermann Walter
(IGAS). Schnellste Frau und damit ebenfalls Pokalgewinnerin war die M 60-Seniorin Irmela Wilck (IGAS) in 49:32 Min.
vor Bergit Franke aus Hannover in 50:12 Min. und Petra Haacke (Sporting), die durch eine Verletzung beinträchtigt nur
51:15 Min. lief. Weitere Ergebnisse: 6. Manfred Haacke (Sporting) 43:10 Min, 7. Michael Klimanski (Wustrow) in 44:18
Min., 8. Dierk Göwe (Sporting) in 45:20 Min., 9. Udo Bartels (VfL Breese/Langendorf) in 45:43 Min.

ELBE-JEETZEL-ZEITUNG vom 3. September 2003
Start-Ziel-Sieg für Schierarend
Nur 45 Starter beim Nemitzer Heidelauf - Schnelle Jugendliche
Nemitz (koo). Schon nach der ersten von zwei Runden hatte sich der spätere Sieger Andreas Schierarend ein wenig vom
Feld abgesetzt, nach zwei Runden stand der aus Klein Breese stammende Favorit klar als Sieger des 11-km-Laufes des
Nemitzer Heidelaufs fest. In 44:01 Minuten hatte er die anspruchsvolle Strecke auf sandigem Boden zurückgelegt und besaß
im Ziel 48 Sekunden Vorsprung vor Hermann Walther von der IGAS Wendland.
Dass beide bereits in der M 50 laufen, unterstreicht die gute Leistung des Duos. Es zeigt aber auch: Die Konkurrenz war
diesmal nicht groß. Nur 45 Starter traten zu den beiden Läufen an. Eine Konkurrenzveranstaltung im Kreis Uelzen sowie
fehlende Motivation hiesiger Läufer waren für Hauptorganisator Volker Breese vom TuS Liepe zwei Gründe für die magere
Resonanz beim Volkslauf, der vor einigen Jahren dreistellige Teilnehmerzahlen hatte. Schnellste der beiden auf der langen
Strecke startenden Frauen war Irmela Wilck (W60) in 60:38 Min.
Weitere gute Ergebnisse gab es trotzdem noch, besonders über 5,7 km: Den kürzeren Lauf hatte der frisch gebackene
Norddeutsche Meister Rudolf Thiele in 21:18 Min klar gewonnen. Kurz hinter dem Mittelstreckenspezialisten überlief Nils
Berg von der SV Gartow als Zweiter die Ziellinie. 21:55 Min. waren für den B-Jugendlichen eine gute Zeit wie auch 23:23
Min. für den Gesamtdritten Ole Marggraf vom SV Zernien. Er wurde mit dieser Zeit Sieger der Schüler A. Auch die Nach-
wuchsläufer des TuS Liepe waren schnell unterwegs, allen voran Carsten Martens als Zweiter der A-Schüler in 24:52 Min.
Achtbare Ergebnisse erzeilten auch die geistig und körperlich behinderten Starter des Weidenhofs Seerau mit ihren Be-
treuern.

WOLFSBURGER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 6. September 2003
Doppelter Sieg: Sascha Diehr vom VfL nicht zu stoppen
(dik). Wie im Vorjahr verzichtete der VfL Wolfsburg bei der zwölften Auflage des Wolfsburger Abend-City-Lauf auf inter-
nationale Stars. Umso erfreulicher, dass gestern rund 350 Athleten am Start waren. Überragend war Sascha Diehr vom
Veranstalter VfL Wolfsburg, der die Rennen um den VfL-Pokal und um den Schnellecke-Cup für sich entschied. Bei den
Frauen verteidigte Ilka Schreinecke (SC Weyhausen) ihren Titel im Hauptrennen.
“Das erste Rennen war zum Warmlaufen”, sagte Diehr nach seinem Doppelerfolg. Im VfL-Wolfsburg-Pokal über 4,4 Kilo-
meter wurde der mehrfache norddeutsche Meister nicht gefordert, siegte mit 1:14,42 Minuten Vorsprung vor Jörg Weichert
vom MTV Vorsfelde. “Im Schnellecke-Cup (8,8 Km) “bin ich dann etwas härter ran gegangen”, berichtete der Sieger. Be-
reits nach der ersten Runde hatte Diehr 20 Sekunden Vorsprung, baute diese Führung Runde um Runde aus. Am Ende
waren es rund 80 Sekunden auf den Fallersleber Rolf Schwabe.
Bei den Frauen war es für Titelverteidigerin Ilka Schreinecke ebenfalls eine deutliche Sache. Mit gut vierzig Sekunden Vor-
sprung lief die Weyhäuserin ins Ziel. Mt dem City-Lauf, bei dem der Wolfsburger seit 1992 immer dabei ist, war Diehr zu-
frieden. “Ein tolles Ambiente, schade nur, dass nicht mehr Teilnehmer dabei waren.”
Für eine Überraschung sorgte im VfL-Wolfsburg-Cup Lisa Waechter. Mit elf Jahren war sie die jüngste Starterin über 4,4
Kilometer, aber auch die Beste bei den Mädchen und Frauen. Im Bambini-Lauf, den Oberbürgermeister Rolf Schnellecke
startete, gingen 76 Nachwuchsläuferinnen- und Läufer ins Rennen, im Mini-Maxi-Lauf (Sieger Marcel Hilbig und Christiane
Wendt, beide vom VfL) waren es sogar 84 Starter. “Dass gerade bei den Jugendlichen so viele Teilnehmer dabei waren, ist
gut für die Zukunft”, meinte VfL-Vize-Präsident Werner Harmeling. “So macht das wirklich Spaß.”
Jörn Radmer, wie immer mit seiner Mannschaft aus der VfL-Leichathletik-Abteilung schon Wochen vorher im Einsatz, war
zufrieden. “Tolles Wetter, tolle Stimmung, eine runde Sache. Ich glaube, das war für die Teilnehmer und auch für die Zu-
schauer eine gelungene Veranstaltung.”

VERDENER ALLER-ZEITUNG / Achimer Kreisblatt vom 8. September 2003
Birte Bultmann das Maß
Mehr Klasse statt Masse beim 5. Verdener Aller-Stadt-Lauf / Pingpank Spurtsieger
Von Herward Schmidt
Verden. Etwas weniger Masse, aber dafür mehr Klasse. Das wäre das kurzgefasste Fazit des 5. Verdener Aller-Stadt-
Laufs, doch es würde nicht die Spannung und den Kampfgeist dieses sportlichen Events wiedergeben. Birte Bultmann (LG
Braunschweig) verbesserte im 12 km-Hauptlauf ihre Streckenbestzeit um 1:23 Minuten und Markus Pingpank (TSV Kirch-
dorf) wurde nur nach einem vehementen Schlussspurt seiner Favoritenrolle gerecht.
Auch das Läuferleben birgt so manche Überraschungen: Da gibt es Nachmeldungen von starken Läufern wie dem Triath-
lon-As Hauke Horstmann (LG Kreis Verden), Uwe Schimkus (LG Wedel-Pinneberg) - und Markus Pingpank bringt noch
das von ihm trainierte "unbeschriebene Blatt" Florian Reichert mit. Und wer ahnte schon, dass es sich bei den Rumänen
Sergiu Daniel und Maria Christina Dascal nicht nur um Touristen handelt, die die im Kreis Verden lebende Mutter besuchen.
Der Hochschullehrer ist Halbmarathon-Landesmeister, der eine 1:04 (Stunden) läuft, und sie ist wie man sah eine sehr flotte
Sportlehrerin.
Wer wusste, dass Mitfavorit Torsten Naue (LG Bremen-Nord) zwei Tag später bei den Deutschen  Meisterschaften der
Finanzverwaltungen in Fulda startet? Wer hatte von den Spitzenathleten daran gedacht, dass Ulrike Dreißigacker und
Franziska Radtke (beide LG Hannover) die stärksten jugendlichen 10 km-Läuferinnen Niedersachsens sind? Woher sollte
man wissen, dass Mitfavoritin Katja Wolters (LG Hammer Park Hamburg), die nach ihrer Babypause große Erfolge im
Halbmarathon und Marathon erzielte, die Saison mit reduziertem Training ausklingen ließ?
Schallendes Gelächter gab es, als Mitfavorit Torsten Naue bei der Mitteilung, dass Birte Bultmann am Vorabend in Ham-
burg über 5000 m in 16:04,7 Minuten den ersten Rang in der niedersächsischen und den dritten in der DLV-Bestenliste
holte, mit gespielt ernster Miene zurückfragte: "Beim Aller-Stadt-Lauf gibt es doch noch die Einteilung in Frauen und
Männer?". Dieser Flachs mit ernstem Hintergrund - Naues und Uwe Cordes' diesjährige Bestzeiten liegen bei 15:56,94 bzw.
15:44,93 Minuten - ließ auch aufgrund der Belastungen am Abend zuvor kein hohes Tempo der Favoritin Bultmann in
Verden vermuten. Doch weit gefehlt.
Die Antworten auf die Fragen gaben die drei Cityrunden, nach der ersten waren sieben, nach der zweiten nur noch drei
Läufer ganz vorn. Der 39 Jahre alte Hausmann und Kirchdorfer Trainer Markus Pingpank schrammte nach rasantem End-
spurt in der Siegerzeit von 39:18 Minuten am Streckenrekord um sechs Sekunden vorbei. Der 27-jährige Sergiu Daniel
Dascal (CSM Cluj) wurde nur zehn Sekunden später in 39:28 Minuten Zweiter. LGKV-Läufer und Hannover 96-Triathlet
Hauke Horstmann konnte nicht mehr folgen und rettete den dritten Platz in 40:53 Minuten zwei Sekunden vor Florian
Reichert (TSV Kirchdorf/40:55) und sieben vor Uwe Schimkus (LG Wedel-Pinneberg/41:00). Es folgten die Mitfavoriten
Uwe Cordes (LGKV/41:14) und Torsten Naue (41:20) sowie der Brite Nigel Arnold (Norwich/GB) in 42:58 Minuten. Der
Armsener Triathlet Christian Siedlitzki (TvdB Bremen) musste sich von Birte Bultmann jagen lassen und kam nach 43:21
Minuten auf den neunten Gesamtrang.
Die im Trikot der LG Braunschweig startende 22-jährige Zevenerin Birte Bultmann hielt sich nicht an Serge Bubkas ‘goldene
Regel', Rekorde nur zentimeterweise zu verbessern. Sie fühlte sich wohl unter den Männern im Vorderfeld, hatte sie doch
am Vorabend in Hamburg auch einen männlichen Hasen ‘engagiert', und schraubte ihre drei Jahre alte Verdener Bestmarke
auf nun 43:32 Minuten - elfter Gesamtrang! Die in Rotenburg geborene und in Seevetal wohnende Katja Wolters lief nach
47:03 Minuten auf den zweiten Platz vor der Deutschen Seniorenmeisterin Anne Fischer (ATS Cuxhaven/47:41).
(Die nächsten Ränge belegten Anna Katharina Klöpper (TuS Kleinenbremen/49:59), Claudia Willamowski (LG
Wedel-Pinneberg/50:37), die beiden jungen LG Hannover-Athletinnen Ulrike Dreißigacker (50:49) und Franziska
Radtke (52:08), Nicole Krinke (LG Nienburg/52:33) und Ute Vehlow-Diekmann (TV Sottrum/52:42).)
  Lokal-
matadorin Uschi Siewert (LGKV/54:04) musste in dem starken Feld mit dem für sie ungewohnten zehnten Platz vorlieb
nehmen. ( ) = Ergänzung des Autors

VERDENER ALLER-ZEITUNG / Achimer Kreisblatt vom 8. September 2003
DoG-Staffel siegte mit Rekord
5. Aller-Stadt-Lauf: 34 Schul-, Firmen-, Familien- und "freie" Staffeln / Walkingsieger disqualifiziert
Verden (hes) . "Hier wird um jeden Zentimeter gekämpft", kommentierte begeistert Sprecher Jürgen Thiele die spannenden
Wechsel bei der Verdener Staffelmeisterschaft, die den Aller-Stadtlauf eröffnete. Und das Ergebnis vorweg: Das Domgym-
nasium löste den Vorjahrssieger, das Gymnasium am Wall, als Titelträger und Streckenrekordler ab.
34 Staffeln von Schulen, Firmen und Ämtern, aus Familien und Freundeskreisen, aber auf jeden Fall aus Verden und kein
Vereinsteam liefen gegen das Vorurteil an, nur eine "Juxstaffel ohne sportlichen Wert" zu sein. Natürlich stand für die Läufer-
innen und Läufer der Spaß im Vordergrund, was nicht nur aus einigen phantasievollen Namen, geschminkten Gesichtern und
bunten Kleidungsstücken hervorging: "Kam, sah und siegte" (die gymnasiale Konkurrenz hätte es auch in Latein verstanden),
Fatburners" und "Pistenflitzer" sind Beispiele.
Erfolgreich sein macht allerdings auch Spaß und so hatten sogar Firmenteams extra eine schnelle Sportlerin "engagiert", denn
für die 3 x 1000 m-Staffel ist eine Schlussläuferin zwingend vorgeschrieben. Die flotte Anne Eitzmann konnte für das Staffel-
terzett Kreissparkasse I zwar den Rückstand gegenüber der ersten Garnitur der Domgymnasiasten verkürzen, sie aber trotz
der lautstarken Anfeuerungsrufe der Zuschauer am Rathaus nicht mehr einholen.
Zu groß war der Vorsprung, den Hans-Joachim Wittek und Niedersachsens schnellster Sprinter, Martin Lohmann, ihrer
Schlussläuferin Katharina Biene mitgegeben hatten. Und das obwohl Uwe Cordes als KSK-Startläufer ein flottes Tempo
vorgelegt hatte. So siegte nach Effem (1999), Amt für Agrarkultur (2000), BSG Kreissparkasse (2001) und Gymnasium am
Wall (2002) zum zweiten Mal eine Schulstaffel und sie verbesserte den Streckenrekord um zehn Sekunden auf 9:23 Min.
Minuten.
"Kam, sah und siegte", die keine Schul- oder Firmenstaffel war, lief in der Besetzung Jan Sievers, Bernd Bombien und Jutta
Hugenberg hinter Gymnasium am Wall auf den vierten Platz. Die schnellste Familienstaffel, "Die Drei", stellten Johannes,
Jakob und Anna Struif auf Rang sechs - ein schöner Erfolg.
Und dann passierte beim 4,2 km-Walking etwas, was die Zahl der Kritiker an der wettkampfmäßigen Ausrichtung, Zeit-
nahme, Siegerehrung und Preisvergabe bei dieser jungen Sportart wieder vergrößerte: der Sieger wurde disqualifiziert. Er
räumte nach den Protesten der Konkurrenten ein, dass er die letzten Meter zum Überholen "laufen musste, um das Rennen
zu gewinnen". So siegten der Achimer Wolfgang Geschwandtner (, ohne laufend gegenzuhalten,) und die Verdenerin
Maria Warnke.
Kaum auszudenken, wenn am nächsten Samstag zwischen Büschen und Bäumen im
Lindhoop auch noch Geh- oder Walk-
ingrichter mit gelben und roten Karten postiert werden müssten. (Übrigens: Der Deutsche Leichtathletik-Verband fördert
bewusst das eigentlich gelenkeschonende Walking ohne Wettbewerbscharakter, so dass er bei seinem Walking-
Abzeichen den Zeit- und Streckenfaktor herausgenommen hat und es nur auf die Zeitdauer von 30 oder 60 Minuten
ausrichtet. Je mehr sich Walking in Stil und Geschwindigkeit - oftmals ohne "Bodenhaftung" - dem Sportgehen
annähert, desto höher ist die Verletzungsanfälligkeit.)  ( ) = Ergänzungen des Autors

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 8. September 2003
Über 700 Sportler beim TSV-Lauftag
30. Lauf- und Wandertag des TSV Schapen wieder ein voller Erfolg – Probleme mit der Zeitmessung
Von Achim Schönwald
"Sport treiben – Fit bleiben", lautete das Motto des Volkslauf- und Wandertages in Schapen. Organisiert wurde das Spek-
takel mit mehr als 700 Teilnehmern und etlichen Schaulustigen vom örtlichen TSV und der AOK. Seit 30 Jahren findet der
traditionelle Lauf- und Wandertag in Schapen mit steigender Beteiligung statt. "Wir sind froh, trotz vorhandener Konkurrenz-
veranstaltungen auf so großen Zuspruch zu stoßen", erklärt Volkslaufwart Ulrich Volkmann. Eine solche Veranstaltung zu
planen und auf die Beine zu stellen, koste viel Engagement. Doch die Mühe hat sich gelohnt: Insgesamt 725 Wanderer,
Walker und Läufer gingen gestern morgen an den Start. Neben den Strecken über 1200 Meter, 6 und 10 Kilometer war
auch ein Halbmarathonlauf über 20 Kilometer im Angebot. Schnellster Läufer auf dieser Strecke war Matthias Wilshusen
vom MTV Wolfenbüttel. Der 33-jährige, der auch schon den "MagniFusion"-Halbmarathon am Freitag gewonnen hatte,
kam nach 1:13:18 Stunden als Erster ins Ziel. "Ich bin sehr zufrieden mit meiner heutigen Leistung und hoffe, dass ich auch
beim Berlin-Marathon in drei Wochen ein akzeptables Ergebnis vorzeigen kann", meinte der Sieger.
Da es während der Veranstaltung bei der elektronischen Zeitnahme zu einem Systemabsturz kam, fand die Siegerehrung erst
gut eine Stunde später als geplant statt. Dass es unter den zahlreichen Besuchern trotzdem zu keinem Stimmungstief kam, lag
neben dem guten Wetter wohl auch an dem bunten Programm, das sich der TSV Schapen ausgedacht hatte: Für den musi-
kalischen Rahmen sorgte eine poppige Zwei-Mann-Band. Die Kleinsten unter den Gästen freuten sich vor allem über die
große Hüpfburg und das Torwandschießen auf der Spielwiese. Am AOK-Stand gab es allerhand Wissenswertes zum
Thema Bewegung und Sport.
"Im nächsten Jahr werden wir diesen Lauftag noch erweitern", versichert Volkmann. Dann, so der Plan, sollen auch ganze
Schulklassen mitmachen.

WOLFSBURGER NACHRICHTEN vom 8. September 2003
Der "Drei-Generationen-Lauf"
18. Volkslauf des TSV Meine: 236 Sportler am Start – Adenbütteler Jörg Rosenthal bester Kreisathlet
Von Jens Neumann
Der Volkslauf des TSV Meine hat auch bei der 18. Auflage nichts von seiner Anziehungskraft verloren: Rekordverdächtige
236 Läufer begaben sich gestern Morgen vom Schulzentrum aus auf die drei verschiedenen Distanzen und erzielten dabei
durchweg gute Zeiten. Im
Gifhorn-Wolfsburger Laufcup, der von unserer Zeitung präsentiert wird, gab es die erwarteten
Favoritensiege. "Das sieht sehr, sehr gut aus. Wir haben vor allem bei den Jugendlichen eine hohe Beteiligung gehabt",
meinte TSV-Pressesprecher Martin Pahl, der die Rennen vom Rand aus verfolgte. Ohnehin durfte der Veranstalter ein
zufriedenes Resümee ziehen: Alles klappte reibungslos. Erstmals dabei war die Schul-Sanitätsgruppe der Hauptschule
Meine, die zusammen mit der freiwilligen Feuerwehr für die Streckensicherung verantwortlich war und diese Aufgabe mit
Bravour löste.
Der Start-Ziel-Sieg von Frank Colsmann, dem Zweiten der Laufcupwertung, über die 10 Kilometer kam auch für den
Sportler des MTV Müden/Örtze selbst nicht unerwartet – Gesamtsieger Sascha Diehr war schließlich im Papenteich nicht
dabei. Und dennoch war der Volkslauf in Meine ein ganz besonderer für den sympathischen 37-Jährigen. "Wir sind mit der
ganzen Familie gelaufen – mit drei Generationen", sagte Colsmann, der souverän siegte. Vater Helmut landete in 53:19
Minuten im Mittelfeld, Großonkel Heinz (beide TuS Celle) war Schlusslicht in 1:07:20 Stunden – allerdings ist er mit fast 84
Jahren auch der "Oldie" des Colsmann-Trios.
Bester Kreisathlet war der Adenbütteler Jörg Rosenthal, der sich über seinen dritten Platz riesig freute. "Das ist schön, vor
allem für den Verein. Denn wir sind heute sehr stark vertreten", meinte Rosenthal, der zudem in 35:41 Minuten Bestzeit lief.
"Die Strecke ist sehr flach und schnell. Nur der Wendepunkt bremst ein wenig." Schnellster Meiner war der für Göttingen
startende Arne Duncker. "Ich habe relativ wenig trainiert. Ich war aber wieder schnellster Meiner und bin zufrieden", sagte
er. Eine Topzeit lief bei den Frauen die siegreiche Kerstin Wiethake (Uelzen), die mit 38:55 Minuten in Streckenrekord-
Nähe war. "Eine starke Zeit", betonte Duncker.
Eines verriet Meines Vorsitzender Manfred Lasetzki, der den Startschuss für die 10 Kilometer gab, noch am Streckenrand:
Der 19. Volkslauf wird nicht mehr am Schulzentrum beginnen. "Es war das letzte Mal. Im nächsten Jahr ist Start und Ziel an
unserem Vereinsheim – bis dahin wird noch alles vermessen", erklärte Lasetzki, der zufrieden war: "Der Volkslauf wird
immer gut angenommen. Und Glück mit dem Wetter haben wir ja auch noch gehabt." Einzig Meines Bürgermeister Hans-
Georg Reinemann, der Volkslauf-Schirmherr fand einen Wermutstropfen im vollen Glas: "Ich finde es traurig, dass nicht der
ein oder andere am Straßenrand steht und die Läufer wie bei den großen Marathons anfeuert."

HAMBURGER ABENDBLATT vom 10. September 2003
Das Ziel gleich zweimal überquert
Drestedt: Ein Teilnehmer sorgte für viel Hektik beim 14. Siebenmeilenstiefellauf
Von Hans Kall
Drestedt. Aus der Ruhe bringen ließen sie sich nicht, die Organisatoren des 14. Drestedter Siebenmeilenstiefellaufs. Das
engagierte Team um die Organisatoren Thomas Waldmann und Vereinschef Birger Kuck ließ sich durch nichts beein-
drucken. Weder als im Vorfeld der bisherige Hauptsponsor Reebok kurzfristig absprang, noch bei der Panne im Zieleinlauf.
Weil ein Teilnehmer zweimal mit derselben Startnummer die Ziellinie überquerte, geriet der komplette Ergebnisblock durch-
einander. Bei über 315 Teilnehmern zunächst ein Chaos. Das veraltete Computersystem spielte nicht mit. Bei der Sieger-
ehrung gab es eine nette Entschuldigung von Thomas Waldmann und das Versprechen, die fehlenden Urkunden zum Volks-
lauf in
Jesteburg (5. Oktober) nachzuliefern. Die Panne hatte einen Nebeneffekt. Der SC Drestedt wird sich für den 15.
Jubiläumslauf im nächsten Jahr ein neues Computerprogramm anschaffen. Vereinsmitglied Rolf Lebermann ist schon kräftig
dabei.
Der familiäre Charakter dieser Breitensportveranstaltung für die ganze Familie hat aber nicht gelitten und soll auf jeden Fall
erhalten bleiben. Engagierte Mitglieder hatten sich kurzfristig um Ersatz für das fehlende Geld bemüht und auch gefunden,
unter anderem gehören 20 Kleinsponsoren dazu. Die Hamburger Firma Kaefer Isoliertechnik spendierte 100 T-Shirts mit
Beflockung, die an die ersten 100 Voranmelder gingen, die ihr Antrittsgeld bezahlt hatten. Traditionell konnte der SC Dre-
stedt auch wieder 90 Kilogramm Bananen auf der Laufstrecke verteilen, verschenkte an jeden aktiven Schüler und Jugend-
lichen eine Medaille und belohnte die Erwachsenen mit Sachpreisen und Urkunden, sofern diese ausgedruckt werden
konnten. Für Furore und Superstimmung sorgte die Tostedter Samba-Gruppe "Sambucada" mit Pastor Gerald Meier
(Johannesgemeinde) an der Trommel. Die Gruppe hatte sich den Sound ihrer Trommel auf einer Brasilien-Reise angeeignet.
"Die Musik ging richtig in die Beine", sagte Thomas Waldmann.
Eva Hüneke (15) vom VfL Jesteburg war auserwählte "Local Hero" und wurde mit einer Sportausrüstung überrascht. Damit
fördert der SC Drestedt talentierte Nachwuchssportler. Blau-Weiss Buchholz holte sich mit 40 Mitglieder den Wanderpokal
mit den meisten Teilnehmern vor Eintracht Hittfeld (26). Familie Pottbacker aus Tostedt sicherte sich den Preis für die größte
Familie (Vater, Mutter, zwei Kinder).

ROTENBURGER KREISZEITUNG vom 11. September 2003
Röhrs und Zander am schnellsten
70 Ausdauersportler kämpften beim 18. Triathlon des TuS Fintel um gute Zeiten
Fintel (hes). Klein, aber fein: Beim 18. Finteler Triathlon kämpften 70 Ausdauersportler aus der Umgebung und aus Bremen
um den Sieg und gute Platzierungen. Michael Röhrs (Tria Heidekreis) war beim "Großen", Thomas Zander (Hooka Hey
Hittfeld) beim "Kleinen Triathlon" am schnellsten.
In beiden Wettbewerben wird vom Veranstalter, den Leichtathleten des TuS Fintel, zwischen den Aktiven aus Triathlon-
Vereinen und -Abteilungen sowie Allroundern unterschieden. Bei größeren Events wird übrigens zwischen Athleten mit
Startpass der Deutschen Triathlon-Union (DTU) und Volkstriathleten getrennt.
Zwei Schneverdinger landeten nach 700 m Schwimmen, 32 km Radfahren und 10 km Laufen vorn - der 40-jährige Wirt-
schaftswissenschaftler Dr. Michael Röhrs (Tria Heidekreis) kam nach 1:44:45 Stunden mit 1:20 Minuten Vorsprung vor
seinem jüngeren Vereinskameraden Volker Böhling (1:56:05) ins Ziel. Klassensieger in der M 40/50 der Allrounder wurde
Daniel Rundholz (Rotenburg) in 1:55:09, in der M 20/30 der Schneverdinger Andre Lange (TuS Fintel), der in 1:56:32
seinen TuS-Kameraden Jürgen Bellmann (1:57:01) auf Rang zwei verdrängte.
Nach diesen Fünf traf dann die erste Staffel, bei der jeder der drei Sportler eine Disziplin übernimmt, ein. Es gewann der
Tennisclub Wesseloh mit Dieter Eggert, Lothar Niebuhr und Peter Röhrs (1:58:37) knapp vor dem "TC" Fintel (1:58:49).
Auch beim "Kleinen Triathlon" waren, mit Ausnahme der 13-jährigen Mulmshornerin Anne Halatsch (TV Scheeßel/1:27:26),
die Erste der Schülerinnen wurde, die "Profis" schneller als die "Amateure". Und wieder war der Ältere flotter als der
Jüngere. Der Buchholzer Thomas Zander (Hooka Hey Hittfeld/M 40/50) landete in 1:00:33 vor seinem Vereinskameraden,
dem Tostedter Thorsten Ruscheinski (M 20/30) in 1:06:55 Stunden.
Ihre Altersklassen bei den Allroundern gewannen Jörg Koryciak (Seevetal/M 20/30) in 1:08:28, Günther Brockmann
(Schneverdingen/ M40/50) in 1:13:45, Renate Preuß (Todtglüsingen/ W40/50) in 1:21:32, Florian Holsten (TuS Fintel /
Schüler) in 1:22:52, Anke Obst (Rotenburg/W20/30) in 1:39:59 und Volker Heinig (Rotenburg/M 60) in 1:45:59 Stunden.
Die gemischte Staffel MaCaSa Rotenburg mit Maren Starke, Carsten Götz und Sandra Goldstein (1:21:59) wurde Zweite.
S chon vor dem ersten Triathlon-Startschuss stürzten sich die 40 Kinder zum "Swim and Run" in das klare Gewässer. Nach
300 m Schwimmen und 1 250 Meter Laufen (Jahrgang 92/93) standen die Finteler Schüler Janina Waak (12:05) und Kai
Schmidt (12:16) als Sieger fest. 200 m Schwimmen und 1 250 m Laufen (Jahrgang 94/95) schafften Felix Holsten (12:06)
und Janneke van der Draai (12:48) als Beste.

NORDSEE ZEITUNG vom 15. September 2003
Schon vor dem Start gewonnen
10 000. Aktive beim Fischereihafen-Lauf geehrt
Martina Hoops hatte schon vor dem Start gewonnen. Die Läuferin musste gestern ihre Startnummer 1514 über drei Meilen
beim 10. Fischereihafen-Lauf abgeben. Dafür bekam sie die 10 000 angeheftet. So viele Aktive sind bereits im Fischerei-
hafen im Wettkampf angetreten.
Die Starterin aus Bordesholm (Schleswig-Holstein) kann sich über mehr als eine Urkunde und eine Medaille für die Teil-
nahme freuen. Sie erhielt von Oberbürgermeister Jörg Schulz (SPD) nicht nur die runde Startnummer, sondem auch einen
Gutschein für eine Fahrt in einem Heißluftballon überreicht. Da konnte sie es leicht verschmerzen, dass später erneut Birgit
Schwers aus Verden als erste Frau das Ziel erreichte.
Medaillen aus dem Keller
Mit den Medaillen hatten sich die Veranstalter verkalkuliert. 1100 silberfarbene Anerkennungen am Band hatten sie beim
Sponsor Gewoba geordert, 1300 Läufer hatten sich bis kurz vor den Rennen angemeldet. "Wir haben aus dem Keller noch
Bestände aus den Vorjahren aktiviert", meint Organisationsleiter Karlheinz Michen und grinst: "Alles kein Problem."
Bereits morgens um 8 Uhr hatten die 140 ehrenamtlichen Helfer alle Hände voll zu tun. Im Cafè des Forums Fischereihafen
reihten sich die Teilnehmer aus ganz Norddeutschland geduldig in Schlangen ein, ließen sich registrieren und erhielten ihre
Startnummern.
Draußen - bei herrlichem Sonnenschein - mühten sich Streckenposten, mit Flatterband Ordnung in die vorgesehenen unter-
schiedlich langen Routen zu bringen, die ersten auf der Strecke waren die Wanderer. Anschließend formierten sich die Pulks
mit Skatern, die über drei und acht Meilen an den Start gingen.
Mit Ständern voller Medaillen machten sich weitere Helfer gegen 10 Uhr auf den Weg zum Zieleinlauf der Bambinis, währ-
end sich die kleinen Mädchen und Jungen je nach Alter in die Startplätze bei der Räucherei Franke und Krohns Eck ein-
sortierten.
Gegenüber vom Museumsschiff "Gera" heftete Herward Schmidt die Computerlisten der ersten Läufe auf Brettern ab. Das
erleichterte dem Bremer Journalisten und langjährigen Moderator des Laufspektakels später bei den Zieleinläufen die
korrekte Benennung der Teilnehmer auf Sieg und Platz. Geschickt sauste sein rechter Zeigefinger durch die Spalten bis zur
Startnummer, prompt schickte er den daneben stehenden Namen und Verein über das Mikrofon. Besonders häufig wurde
bei den kleinen Läufern statt eines Vereins die katholische Edith-Stein-Schule genannt. Sie stellte mit über 60 Startern die
größte Jugendgruppe. Die Geestemünder Gorch-Fock-Grundschule brachte es auf über 40 Starter. Beide Schulen dürfen
sich über fünf Sparbücher mit je 100 Euro freuen, die die Fischereihafen-Betriebsgesellschaft für die Klassenkassen gestiftet
hatte.
Nach dem Laufspektakel konnten sich alle Teilnehmer an einem opulenten Buffet stärken, das Veranstalter und Sponsoren
als Abschluss gestiftet hatten. (guh)
Presseberichte vom
15.9. / 17.9.

GRAFSCHAFTER NACHRICHTEN vom 15. September 2003
Auch die 17. Auflage der "Meile" begeistert
Volksfeststimmung: Dirk Strothmann gewinnt 10-Kilometer-Lauf – Tausende Zuschauer säumen die Strecke
Von Hinnerk Schröer
Nordhorn. Die Uhr zeigte 31 Minuten und 34 Sekunden, als Dirk Strothmann unter dem Jubel der Zuschauer über die Ziel-
linie sprintete. Der Läufer des TuS Ravensberg sicherte sich mit dieser Zeit den Sieg beim 10-Kilometer-Hauptlauf, der
"Horstmann-Meile". Damit hatte der 34-Jährige neun Sekunden Vorsprung vor dem Meppener Thomas Bruns, der sich
nach seinen Erfolgen bei den Stadtläufen in Meppen, Haren und Emlichheim diesmal mit dem zweiten Platz begnügen musste.
Als Dritter überquerte Lokalmatador Klaus Eckstein (31:59) den Zielstrich. "Die beiden sind mit einem sehr schnellen
Tempo angegangen. Ich habe gedacht, dass sie das vielleicht nicht durchhalten", sagte der Läufer vom Veranstalter LC
Nordhorn. Weil Strothmann und Bruns sich aber in bester Verfassung präsentierten, blieb Eckstein nur der dritte Platz auf
dem Siegertreppchen. Einen besonderen Erfolg konnte Jörg Mühlstegen (Team HGU) verbuchen: Der Niedergrafschafter
landete nicht nur auf einem ausgezeichneten fünften Platz, sondern konnte sich zusätzlich über eine neue persönliche Bestzeit
freuen (33:51 Minuten).
Bei den Frauen stand dort Antje Strothmann ganz oben. Mit einer Zeit von 38 Minuten und 50 Sekunden machte sie zu-
sammen mit ihrem Mann den Doppelsieg der Familie perfekt (siehe nachfolgenden Bericht). Den zweiten Rang sicherte sich
eine ganz besondere Nachwuchshoffnung aus der Region: Die 16-jährige Emsbürenerin Cornelia Schwennen, die in diesem
Jahr in ihrer Altersklasse deutsche Meisterin über 10 000 Meter wurde.
Über fünf Kilometer setzte sich Ingo Assmann vom SC Melle in 16:10 Minuten durch. Mit Ingo Schnieders (LC Nordhorn),
der hinter dem Denekamper Andre Oude Elferink auf dem dritten Platz landete, schaffte es auch hier ein Lokalmatador aufs
Siegerpodest. Die Frauenkonkurrenz entschied Karin Klamer-Stöver (Dionysas Denekamp) für sich.
Zeiten und Platzierungen standen für einen Großteil der Läuferinnen und Läufer aber nicht im Vordergrund. Sie freuten sich,
die Strecke bewältigt zu haben. "In den vergangenen Wochen hat man in den Wäldern oder dem Vechtesee gesehen, wie
viele Freizeitsportler sich auf die Nordhorner Meile vorbereiten", sagte Reinhold Volken, der zum Organisationsteam des
Leichtathletik Clubs Nordhorn gehörte. Die Freude am Sport und der Bewegung war den Joggern am Sonnabend deutlich
anzumerken: Beschwingt liefen sie durch das dichte Zuschauerspalier. Der Funke war bereits früh übergesprungen. Schon
die Schülerinnen und Schüler wurden über die 2000-Meter-Strecke durch den Applaus und die Anfeuerung ins Ziel ge-
tragen. Bei den C- und D-Schülern bewältigte Christian Smemann (LC Nordhorn) die zwei Kilometer am schnellsten. Sein
Vereinskamerad Marcel Schneiders überquerte bei den A- und B-Schülern die Ziellinie zuerst.

GRAFSCHAFTER NACHRICHTEN vom 15. September 2003
Die Strothmanns feiern nicht zum ersten Mal einen Sieg gemeinsam
Familienglück: Antje und Dirk stehen bei der Meile ganz oben
Nordhorn (his). Zunächst hatte Antje Strothmann Probleme, die gewichtige Siegertrophäe, den Meilenstein, in die Höhe zu
stemmen. Doch dann konnte die 35-Jährige über ihren Erfolg in der Frauenkonkurrenz bei der 17. Auflage der Nordhorner
Meile strahlen. Ihr Ehemann Dirk war also gewarnt, als ihn Meile-Moderator Fred Meierkord wenig später auf die Bühne
bat, um ihn für den Sieg im 10-Kilometer-Lauf in der Männerkonkurrenz zu ehren. Danach gab die Familie Strothmann aber
das perfekte Bild ab. Ihre einjährige Tochter Lisa auf dem Arm, strahlte das Paar für das Siegerfoto um die Wette.
Eine Premiere war dieser Sieg bei der "Horstmann-Meile" für die Strothmanns aber nicht. "Wir haben schon einige Male
zusammen ganz oben auf dem Siegertreppchen gestanden", berichtet das Familienoberhaupt Dirk. In Nordhorn schafften sie
es allerdings das erste Mal bei einem so stark besetzten Rennen. Im vergangenen Jahr kam Dirk Strothmann noch als
Nummer fünf über die Ziellinie. Nach gutem Beginn schwanden damals die Kräfte. "Da war ich nicht in Top-Form", klärt
Strothmann auf. An einen Doppelsieg war vor Jahresfrist aber sowieso nicht zu denken. Ehefrau Antje hatte erst zwei
Monate zuvor Töchterchen Lisa zur Welt gebracht und befand sich noch in der Babypause.
Im Jahr zuvor war die Mutter als Mitglied der deutschen Duathlon-Nationalmannschaft mit einem fünften Platz von der
Weltmeisterschaft zurückgekehrt. Auf eine WM-Teilnahme in dieser Disziplin kann auch ihr Ehemann verweisen. Vor zwei
Wochen wurde Dirk Strothmann in der Schweiz WM-Neunter. "Eigentlich sind die anderen Duathleten im Laufen besser.
Ich habe meine Stärken beim Radfahren", gibt der 34-Jährige interessante Einblicke. In Nordhorn stimmte die Form auf der
Laufstrecke aber. Nur in der ersten Runde konnte der schärfste Konkurrent, Thomas Bruns, den Anschluss an den Aktiven
des TuS Ravensberg halten. Dann verschaffte sich Strothmann einen Vorsprung von zehn Sekunden, den er bis ins Ziel hielt.
Seine Frau Antje kam sieben Minuten später ins Ziel. Sie war damit aber nicht nur die beste Frau im Feld, sondern konnte
sich über den besonderen Luxus freuen, mit einem Kuss von ihrem Ehemann im Zielbereich begrüßt zu werden. Moderator
Meierkord hatte schon die Laufkarriere von Töchterchen Lisa im Hinterkopf: "Bei den Genen kann ja nichts schiefgehen."
Und in der Tat: Lisa Strothmann hat beim TuS Ravensberg bereits seit dem Tag ihre Geburt die Mitgliedsnummer 601.

HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 15. September 2003
Weltrekord, Sekt, Jubel, Ehrenrunde
Der Geher-Cup war erneut ein Fest für Aktive und Zuschauer
Hildesheim (wgk). Der 19. Internationale EVI-Geher-Cup endete mit einem umjubelten Weltrekord, dem 17. seit Be-
stehen der Veranstaltung in Hildesheim: Die Norwegerin Kjersti Plätzer-Tysse, die Hildesheim schon seit langem zu "ihrem
Wohnzimmer" erklärt hatte, unterbot im 3-km-Straßengehen die bisherige Weltbestzeit um satte sechs Sekunden (11:41)
und schlug dabei die Weltmeisterin von Paris, Jelena Nikolajewa aus Russland, um neun Sekunden. Die Drittplatzierte
Melanie Seeger vom ASC Potsdam verbesserte den von Beate Gummelt (in Hildesheim) aufgestellten deutschen Rekord um
eine Sekunde (11:52).
Für die zweitbeste Leistung des 19. Geher-Cups sorgte - ebenfalls am Sonntagnachmittag - der amtierende 50-km-Welt-
meister Robert Korzeniowski. Im Wettbewerb über 10-km-Straßengehen verbesserte er die Weltjahresbestzeit auf 38:33
Minuten.
Am Sonnabend startete Kjersti Plätzer-Tysse ihren ersten Weltrekordversuch über die Distanz von 5 km. Die Zeit von
20:04 wollte sie "knacken", scheiterte aber trotz heftiger Unterstützung des Hildesheimer Publikums um vier Sekunden. Im
Wettbewerb der Männer über diese Strecke siegte der Weißrusse Ivan Trotsky (18:57) vor Erik Tysse (Norwegen) und
dem US-Amerikaner Tim Seaman. Tysse und Seaman stellten dabei nationale Rekorde auf und ließen im Zielbereich ihrer
Freude freien Lauf.
"In meinem Wohnzimmer räume ich selber auf", hatte Kjersti Plätzer-Tysse gesagt, als sie im Vorfeld nach ihren sportlichen
Erwartungen für die beiden Rennen in Hildesheim gefragt worden war. Dass es am Sonnabend noch nicht ganz klappte, lag
an dem zu schnellen Anfangstempo, das die 14 Damen vorlegten. Denn nach fünf Runden à 500 m bewegte sich die Nor-
wegerin noch elf Sekunden unter der avisierten Weltrekordzeit, baute dann aber ab. Mit 20:08 stellte sie immerhin eine
Weltjahresbestzeit auf. Hinter Valentina Tsybulskaya erreichte die 20-km-Weltmeisterin Jelena Nikolajewa erst als Dritte
das Ziel. Hatte sie sich für das 3-km-Duell am Sonntag geschont?
Doch auch tags darauf konnte sie der Energiegeladenen Norwegerin nicht folgen. Diese schien ihren Ärger über ihre Dis-
qualifikation bei der WM in Paris immer noch nicht verdaut zu haben, legte sofort ein enormes Tempo vor, das sie, verbissen
um jede Sekunde kämpfend, auch auf den letzten 1000 m durchhielt: Weltrekord, Sekt, Jubel, Nationalflaggen, Ehrenrunde,
Abklatschen - Szenen, mit denen sich der Hildesheimer Geher-Cup national und international einen Namen gemacht hat.
Weltmeister, Europameister und Olympiasieger Robert Korzeniowski ließ über 10 km von Beginn an keinen Zweifel daran
aufkommen, dass er auch in diesem Jahr wieder Hildesheim als Sieger verlassen wollte. Zwar hängte sich zunächst der
Weißrusse Trotsky, der am Sonnabend die 5 km gewonnen hatte, an seine Fersen. Doch bald hatte der Pole einen souver-
änen Vorsprung vor Trotsky und dem Feld. Kaum im Ziel angekommen, wurde er von vielen Hildesheimern um Auto-
gramme gebeten und musste sich immer wieder für Erinnerungsfotos zur Verfügung stellen.
6500 Zuschauer zählten die Offiziellen des 19. EVI-Geher-Cups, mitgerechnet die Besucher des Michy-Reincke-Konzerts
am späten Sonnabend auf dem Hildesheimer Marktplatz. Viel politische Prominenz gab sich an beiden Tagen die Ehre, sei
es mit der Startpistole in der Hand, sei es bei den Siegerehrungen oder beim festlichen Empfang im Rathaus. Der Geher-Cup
hat also weiter Fuß gefasst im Geschehen der Stadt. Die Werbewirkung dieser internationalen Sportveranstaltung über
Funk, Fernsehen, Zeitungen und Internet für die Stadt Hildesheim spricht sich auch in Kreisen herum, die früher eher skep-
tisch auf den Organisator Walter Schwoche mit seinem Faible für die "Exoten-Sportart" Gehen herabgesehen haben. "Sie
können sich unserer vollen Unterstützung sicher sein", meinte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Kumme, "wenn Sie im nächsten
Jahr in Hildesheim die deutschen Meisterschaften im Gehen auszurichten haben."

NORDSEE ZEITUNG vom 17. September 2003
Die Jugend stürmt den Hafen
Knapp 300 Kinder gehen beim 10. Fischereihafen-Lauf auf die Strecke - Auch Walking boomt
Bremerhaven. Als die Ergebnisse im Internet standen, schlug dann doch das Gewissen. Zwei Teilnehmer am 10. Fischerei-
hafen-Lauf meldeten sich bei Organisator Karlheinz Michen und gaben reumütig zu, die Strecke abgekürzt zu haben. Zur
Genugtuung anderer Starter wurde die Ergebnisliste umgehend korrigiert.
"Wir haben des Jubiläum in jeder Form toll hingekriegt", konnte Michen zufrieden Fazit ziehen. Dieser Meinung waren auch
nicht nur die Teilnehmer von Kia-Motors in Bremen. Sie feierten ihr zehnjähriges Betriebsbestehen mit einer speziellen Art
Betriebsausflug. Immerhin gingen 24 Starter unter dem Kia-Logo an den Start.
Immer stärker besetzt
Die 10. Auflage des Fischereihafen-Laufs zeigte in Michens Augen vor allem einen Trend auf. Die Kinder- und Jugend-
klassen sind immer stärker besetzt. Diesmal näherte man sich der Marke von 300 Kindern. "Das ist auch unser besonderes
Anliegen. Die Kids müssen weg von Game Boy und Nintendo", sagt Michen. Deshalb haben die Organisatoren auch den
Schüler-Cup für Schulklassen ausgeschrieben. Fünf Klassen der Edith-Stein-Schule und der Gorch-Fock-Schule fühlten
sich aufgerufen. Sparbücher für die Klassenkasse waren ihr Lohn.
Doch nicht nur der Nachwuchs entdeckt die Lauf- und Inline-Strecken, bei den reiferen Jahrgängen boomt Wandern und
Walking. Eine Klasse für sich war im 8-Meilen-Lauf der polnische Saisonarbeiter Marius Borychowski (Dammich). Schon
nach der zweiten Kurve war er der Konkurrenz enteilt. Dazu Michen: "Hätten wir einen Sonderpreis für einen neuen
Streckenrekord ausgelobt, er hätte ihn leicht aufgestellt”. Über drei Minuten lag Borychowski im Ziel vor dem 50-fachen
Bremer Landesmeister Torsten Naue.
Noch deutlicher war der Vorsprung von Silke Gielen (Harburger SC) bei den Frauen. Sie war über vier Minuten schneller
als Dana Leistner (Hymendorfer SV). Presseberichte vom
15.9. / 17.9.

Presseberichte Veranstaltungen Seite 1 / Seite 3 / Seite 4 / Seite 5
Nach oben
Zurück zur vorherigen Seite
Zur Startseite